Corel Painter IX.5: eben noch da, schon wieder weg
Mit großem Stolz kündigte Corel gestern die Verfügbarkeit eines kostenlosen Updates für das Malprogramm Painter an. Die Windows-Version wurde jedoch gleich wieder zurückgezogen.
Ach, es hätte so schön sein können: Groß kündigte Corel die sofortige Verfügbarkeit eines kostenlosen Updates seines Malprogramms Painter IX an. Die Windows-Version des Updates musste der Hersteller aber schon wieder zurückziehen: Zahlreiche Anwender hatten geklagt, dass sich Painter nach Installation des Updates gar nicht mehr starten ließ.
Die Revision IX.5 beseitigt nicht nur alte Mängel, sondern bringt auch neue Funktionen mit: Drei neue "Fotomalpaletten" helfen bei der Umwandlung von Fotos in simulierte Bilder: Malgrund, automatisches Malen und Restaurierung. Mit neuen Werkzeugen zum Klonen, Stempeln und Radieren orientiert sich die Benutzerführung noch enger an Photoshop. Zudem wurde die Mac-OS-Version an Rosetta angepasst, den Emulationsmodus der Intel-Macs.
Kurz nach der Veröffentlichung der Pressemitteilung befand sich die Windows-Version des Gratis-Updates nicht mehr online. Ein paar Stunden später entschuldigte sich Corel auf der Download-Seite: Der Patch sei vorübergehend nicht verfügbar. Man möge es in ein paar Tagen erneut versuchen.
Mittlerweile hat Corel zum Malheur öffentlich Position bezogen: Auf einigen Windows-Systemen habe sich Painter nach dem Update auf Revision X.5 überhaupt nicht mehr starten lassen. Angeblich ist nur ein kleiner Prozentsatz an Anwendern betroffen – dann verwundert aber, dass Corel den 95 MByte großen Patch gleich komplett vom Netz genommen hat. Wer das X.5-Update installiert hat und die Anwendung jetzt gar nicht mehr starten kann, möge Painter IX neu installieren. Die Mac-Version ist von den Problemen nicht betroffen. Im April soll Painter IX.5 auch im Einzelhandel in den Regalen stehen.
Updates auf eine .5-Revision haben Painter bislang kein Glück gebracht. Die letzte solche Aktualisierung, die "Painter 5.5 Web Edition", stellte einen gravierenden Mangel in der Unterstützung von Grafiktabletts wieder her, den die Entwickler Painter 5 erst wenige Monate zuvor ausgetrieben hatten. (ghi)