Paris verkauft weitere sechs bis acht Prozent von France Telecom
Der Staatsanteil soll auf maximal 35 Prozent sinken; der französische Staat will aber "wichtiger Aktionär" bei dem Telekommunikationsunternehmen bleiben.
Die französische Regierung will mindestens weitere sechs Prozent an dem Telekommunikationsunternehmen France Telecom verkaufen und den Staatsanteil damit auf 35 Prozent senken. Bei entsprechender Nachfrage könnten sogar acht Prozent abgegeben werden, teilte Finanzminister Thierry Breton, selbst bis vor kurzem Chef des französischen Ex-Monopolisten, laut dpa am Montag in Paris mit.
Breton betonte, der Staat wolle mittelfristig "ein wichtiger Aktionär von France Telecom bleiben". Die Platzierung dürfte dem Staat 3,5 bis 4,5 Milliarden Euro in die Kassen bringen und helfen, den Schuldenberg abzutragen. Im vergangenen Jahr hatte Frankreich die Privatisierung beschleunigt und den Staatsanteil auf deutlich unter 50 Prozent gesenkt. France Telecom hatte vor kurzem erst die Versuche, direkt im deutschen Markt Fuß zu fassen, beendet, sich dagegen aber an den ehemaligen Partner Deutsche Telekom wieder angenährt, mit dem man sich Ende der 90er Jahre zerstritten hatte. (jk)