Bericht: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Telekom-Chef

Im Rahmen der Ermittlungen wegen Bestechungsverdachts bei der ungarischen Tochter Magyar Telekom haben Ermittler Ende August nicht nur die Konzernzentrale durchsucht, sondern auch Privatwohnungen von mehreren Führungskräften.

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Im Rahmen der Ermittlungen wegen Bestechungsverdachts bei der ungarischen Tochter Magyar Telekom hat die Staatsanwaltschaft Bonn laut einem Zeitungsbericht auch Telekom-Chef René Obermann im Visier. Ende August hätten Strafverfolger nicht nur – wie berichtet – die Konzernzentrale in Bonn durchsucht, sondern auch die Privatwohnungen von mehreren Führungskräften, darunter Obermann, schrieb die Wirtschaftswoche. Es sei umfangreiches Material beschlagnahmt worden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Auftrag der US-Börsenaufsicht SEC und des US-Justizministeriums gegen acht Telekom-Manager wegen des Verdachts der Bestechung oder der Beihilfe zur Bestechung. Bereits vor fünf Jahren waren unregelmäßige Zahlungen in den Büchern der Magyar Telekom aufgetaucht. Obermann war zu der Zeit Chef von T-Mobile International und somit auch für die osteuropäischen Mobilfunkgesellschaften verantwortlich. Magyar Telekom sowie andere osteuropäische Tochtergesellschaften sollen Schmiergelder in Millionenhöhe an Regierungsbeamte gezahlt haben, um bei der Regulierung des Marktes und bei der Vergabe von Mobilfunklizenzen Vorteile zu bekommen. (anw)