Südkoreanische Kartellwächter nehmen Hynix und Samsung ins Visier

Die Fair Trade Commission will untersuchen, ob und wie sich Preisabsprachen zwischen den beiden Unternehmen auf den heimischen Markt ausgewirkt haben.

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Die südkoreanische Fair Trade Commission (FTC) will sich die DRAM-Hersteller Hynix und Samsung zur Brust nehmen. Die Wettbewerbshüter wollen untersuchen, inwiefern sich Preisabsprachen zwischen den beiden Unternehmen in den Jahren 1999 bis 2002 auf den südkoreanischen Markt ausgewirkt haben, berichtet Korea Times.

Vorgestern haben in den USA vier Hynix-Manager Geld- und Gefängnisstrafen wegen illegaler Preisabsprachen akzeptiert. Das sei das erste Mal, dass südkoreanische Geschäftsleute in den USA in einem Kartellverfahren zu einer Haftstrafe verurteilt wurden, schreibt die Zeitung. Sieben Samsung-Manager verhandelten derzeit noch vor US-Gerichten über ihre Strafe.

Die Antritrust-Abteilung des US-Justizministeriums hatte Verstöße gegen den "Sherman Act" aufgedeckt, an denen außer Hynix auch DRAM-Weltmarktführer Samsung, Infineon und Elpida beteiligt gewesen waren. Alle vier Firmen haben ihre Schuld bereits eingestanden und Millionen-Strafen gezahlt. (anw)