BSA fordert Ratifizierung des mittelamerikanischen Freihandelsabkommens

Die Öffnung neuer Märkte im Mittelamerika fördert nach Ansicht der Business Software Alliance den wirtschaftlichen Erfolg der US-Software-Industrie und stärkt damit die US-Gesamtökonomie.

vorlesen Druckansicht 65 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Bernd Butscheit

Der Branchenverband Business Software Alliance (BSA) fordert eine umgehende Ratifizierung des Central American Free Trade Agreement (CAFTA). Um ihre Argumente zu bekräftigen, legte die BSA die Studie Handel im digitalen Zeitalter (PDF-Datei) vor, in der die Bedeutung des freien Handels für den wirtschaftlichen Erfolg der US-Software-Industrie hervorgehoben wird. Dazu gehört nach BSA-Ansicht auch der Schutz und die angemessene Vergütung von Intellectual Property (IP). Das Öffnen neuer Märkte fördere zudem den positiven Beitrag der Software-Branche für die US-Gesamtökonomie. Während das US-Handelsdefizit seit 2001 jährlich im Schnitt um 24,6 Prozent steige, wachse der Handelsüberschuss der US-Software-Industrie jährlich um 6,3 Prozent.

CAFTA ist ein Freihandelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten, der Dominikanischen Republik und fünf weiteren mittelamerikanischen Staaten. Die schon im vergangenen Jahr unterzeichneten, aber von den USA noch nicht ratifizierten Verträge sehen unter anderem vor, dass 80 Prozent der US-Exporte für Konsum- und Industriegüter (darunter auch Produkte der Informationstechnologie) künftig zollfrei in diese Länder eingeführt werden dürfen, die restlichen Importzölle sollen stufenweise in den kommenden zehn Jahren aufgehoben werden. Gegner der CAFTA befürchten allerdings, dass die Realisierung des Wirtschaftsabkommens Arbeitsplätze vernichten und Löhne drücken wird und dass nur große Firmen Vorteile durch Kostenreduzierung haben werden. (bbu)