Studie: Ein Großteil der installierten Glasfaser-Kapazität wird nicht genutzt
Obwohl die Internet-Backbones weiterhin ein Wachstum erleben, liegt ein großer Teil der international installierten Kapazität der Glasfasernetze zurzeit brach.
85 Prozent der weltweiten Datenverkehrskapazität in Glasfaser-Netzwerken wird mittlerweile von den Internet-Backbones beansprucht. Das ist eines der Ergebnisse der jüngsten Studie des TeleGeography's Global Internet Geography Research Service. Das Wachstum der Backbones am Gesamtvolumen gehe zu gleichen Teilen auf Kosten von Netzwerken von Privatunternehmen und des internationalen Telefonverkehrs. Der Zuwachs bei den Internet-Backbones ist in den geografischen Regionen unterschiedlich. In gut ausgebauten Internet-Märkten wie den USA und Europa betrug das Wachstum im vergangenen Jahr gegenüber dem vorigen 30 bis 40 Prozent, während es in Asien 70 Prozent betrug. Allerdings werde der Markt dort nun geringer wachsen.
Trotz des Wachstums werde ein großer Teil der internationalen Glasfaser-Bandbreite derzeit nicht genutzt, transatlantisch beispielsweise nur ein Viertel der Kapazität für Sprache, Internet und Unternehmensdatenverkehr. Die restlichen Kapazitäten seien nicht verkauft worden oder würden von den Internet-Providern nicht eingesetzt. Diese Kluft zwischen Angebot und Nachfrage könne in den nächsten Jahren weiterbestehen. (anw)