Sun macht Java fit für Sensorik und Robotik

Mit der Java Micro Edition und einem Hardware-Entwickler-Kit will Sun das Einsatzgebiet seiner Programmiersprache auf Sensorik- und Robotik-Anwendungen ausdehnen.

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Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Erich Bonnert
  • Mattias Hermannstorfer

Die Micro-Edition von Suns Programmiersprache Java (J2ME) soll als Basis zur Programmierung von Sensornetzen und autonomer Computersysteme vorangetrieben werden. Eine batteriebetriebene, sensorbestückte Computerplattform namens Sun SPOT (Small Programmable Objects Technology) soll die Initialzündung für Entwicklungen auf dem Gebiet vernetzter Sensorik- und Robotikanwendungen herbeiführen.

Das dreiteilige Entwickler-Kit aus zwei mobilen Boards und einer Basisstation soll ab Mai lieferbar sein. Sun will damit vor allem Universitäten und Forschungseinrichtungen erreichen. Die handtellergroßen Rechnerboards bestehen aus einem ARM9-Prozessor, 512 MByte RAM und 4 MByte Flash- Speicher, Funkmodul für die 2,4-GHz-Frequenz respektive USB-Anschluss. Bei den mobilen Geräten kommen ein 3D-Beschleunigungsmesser, Temperatur- respektive Lichtfühler, mehrere LEDs sowie Ports für Schritt- und Servo-Motoren hinzu. Mitgeliefert wird eine J2ME-VM und die Entwicklungsumgebung NetBeans 5.0.

Sun verspricht sich einen Entwicklungsschub bei der Erprobung von Mesh-Netzen und Schwarm-Intelligenz sowie eine Reihe neuer Robotikanwendungen. Die Kalifornier hatten Sun-SPOT erstmals im vergangenen Sommer bei einem Forschungstag gezeigt. (Erich Bonnert) / (mhe)