VeriSign erwartet Terminierungs-Abkommen mit zehn Anbietern von IP-Telefonie

IP-Telefonate können dadurch in herkömmliche Telefonnetze geleitet werden.

vorlesen Druckansicht 19 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Sven-Olaf Suhl

Tom Kershaw, Vizepräsident von VeriSign, gab bekannt, dass die Verhandlungen mit sieben US-amerikanischen und drei europäischen IP-Telefonie-Betreibern kurz vor dem Abschluss stünden. Dabei geht es um die Nutzung von VeriSigns Signalisierungs-Infrasruktur (SS7), die es ermöglicht, aus dem Internet stammende Telefonate bei leitungsvermittelten Telefon-Anschlüssen im Mobil- und Festnetz abzuliefern (zu "terminieren").

VeriSign, unter anderem Betreiber der Registry für .com- und .net-Adressen, gehöre -- wie z. B. Level 3 Communications oder AT&T -- zu der Handvoll Unternehmen, die überhaupt die notwendige Infrastruktur für diesen Dienst besäßen, erklärte der Manager. Daher habe man vor vier Monaten damit begonnen, die IP-Telefonanbieter zu umwerben.

Voice-over-IP (VoIP) wird hohe Wachstumschancen bescheinigt. Ein einschränkender Faktor war bislang meist, dass VoIP-Telefonate nur zwischen Terminals mit Internet-Anbindung geschaltet werden konnten. Die Möglichkeit zur Terminierung in das POTS (Plain Old Telephone System) dürfte die Zahl der IP-Telefonate in die Höhe schnellen lassen: Analysten rechnen für 2005 damit, dass eine runde Million Haushalte von POTS- zu VoIP-Anschlüssen wechseln wird. (ssu)