Adobe enttäuscht Börse mit Ausblick
Der Software-Hersteller hat für das vergangene Quartal kräftige Umsatz- und Gewinnzuwächse gemeldet, aber eine verhaltene Prognose ausgegeben.
Der Software-Hersteller Adobe hat die Börse trotz kräftiger Zuwächse bei Umsatz und Gewinn schwer enttäuscht. Nach einem verhaltenen Ausblick auf das laufende Quartal sackte die Adobe-Aktie vorbörslich um fast 21 Prozent auf 26 Dollar ab.
In dem am 3. September abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal stieg der Umsatz laut Mitteilung um 42 Prozent auf 990 Millionen Dollar (744 Millionen Euro). Der Gewinn schoss von 136 Millionen auf 230 Millionen Dollar hoch. Das Problem für die Börsianer war aber vor allem die Prognose für das laufende vierte Geschäftsquartal. Hier rechnet Adobe mit 48 bis 54 US-Cent je Aktie bei Erlösen zwischen 950 Millionen und 1 Milliarde Dollar. Marktexperten hatten mit etwas mehr gerechnet. Im dritten Quartal lag der Gewinn pro Aktie bei 44 US-Cent.
Adobe liefert sich einen Streit mit Apple um die Flash-Software, die der iPhone-Hersteller als zu schwerfällig und unsicher bezeichnet und auf seinen Geräten nicht unterstützten will. Zuletzt hatte sich die Kontroverse aber etwas entspannt, als Apple auch Programme zuließ, die mit Hilfe von Adobe-Programmierwerkzeugen erstellt wurden. Nach der Apple-Entscheidung war die Adobe-Aktie zunächst in die Höhe geschnellt. (anw)