ATI akquiriert chinesische Tochter von XGI

Der kanadische Spezialist für Grafik- und Videochips will seine Präsenz im Wachstumsmarkt China ausbauen und seine Entwickler-Teams mit hochqualifizierten Spezialisten verstärken.

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  • Manfred Bertuch

Der kanadische Spezialist für Grafik- und Videochips ATI übernimmt die XGI-Tochter Macrosynergy. Mit dem Kauf übernimmt ATI etwa 100 Angestellte von Macrosynergy in Shanghai. Weitere, in Kalifornien ansässige XGI-Angestellte verstärken einen dortigen Entwicklerstab von ATI. Nach chinesischen Presseberichten hat die Übernahme einen Umfang von 3,5 Millionen bis 4 Millionen US-Dollar. Eine andere Quelle (Hexus.net) nennt dagegen eine Kaufsumme von 8 Millionen bis 12 Millionen US-Dollar.

Mit dem Deal will ATI seine Präsenz im Wachstumsmarkt China ausbauen und seine Entwickler-Teams mit hochqualifizierten Spezialisten verstärken. "Das XGI- und Macrosynergy-Personal liefert uns zusätzliches Wissen und Erfahrung für unser führendes Team für Grafikprozessoren", so ATI-Präsident und CEO Dave Orton.

ATI sieht China als einen starken Markt für Computer-Hardware mit jährlichen Wachstumsraten von 5 Prozent bis 2009. Besonders das starke Wachstum der Städte würde eine eine starke Nachfrage nach Handhelds und digitalen TV-Geräten auslösen. Shanghai ist zudem Chinas größter Hafen und Ausgangspunkt der Hauptverkehrsverbindungen Chinas. Weitere Motive für die Übernahme sollen Macrosynergys gute Verbindungen zur chinesischen Regierung sowie deren Linux-Treiber-Aktivitäten sein.

XGI ist eine Tochter des Mainboard-Chipsatz-Entwicklers SiS (Silicon Integrated Systems), die seit 2003 Grafikchips der Volari-Serie entwickelt hat. Im November vorigen Jahres stellte XGI den Volari 8300 für Notebooks und Low-Cost-Grafikkarten fertig. Versuche in höheren Leistungsbereichen mit ATI und Nvidia zu konkurrieren, waren nie erfolgreich. (Manfred Bertuch) / (anw)