Microsoft hält 5000 US-Patente

Das US-Patentamt erteilte dem Softwareriesen nun das Jubiläumspatent. Damit nennt Microsoft weltweit rund 7000 Patente sein eigen.

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Von
  • Mattias Hermannstorfer

Microsofts hat sein 5000stes US-Patent zugesprochen bekommen. Unter der Nummer 6,999,083 beansprucht der Softwareriese eine Technik, mit der sich Zuschauer in vernetzte Computerspiele einklinken können ("System and method to provide a spectator experience for networked gaming"). Die Erfindung soll in künftigen Spielen für die Xbox 360 implementiert werden.

Noch 1991 hatte Microsoft-Gründer Bill Gates befürchtet, dass Softwarepatente die Branche zum Stillstand bringen und kleinere Anbieter aus dem Markt drängen könnten. Zum damaligen Zeitpunkt erteilte das U.S. Patent and Trademark Office derartige Patente nur zögerlich. Wenige Jahre später war Microsoft zu einem vehementen Befürworter mutiert, der sich wie andere Großunternehmen ein breites Patentportfolio vor allem zu Verteidigungszwecken zulegen wollte. Die zweifelhafte Qualität vieler Patente und die Schwierigkeiten mit der Prior-Art-Regel haben inzwischen in den USA zu Schritten in Richtung einer Reform des Patentsystems geführt.

Mit seinen rund 750 vorläufig erteilten US-Patenten im Jahr 2005 rangiert Microsoft derzeit noch weit hinter den Spitzenreitern der jährlichen Rangliste des US-Patentamts. Im selben Jahr lag allein IBM mit 2941 vorläufig erteilten Patenten deutlich vor Canon mit 1828. Damit kann Big Blue mittlerweile auf einen Gesamtpool von rund 25.000 US-Patenten zugreifen – ein Zustand, der Microsoft offenbar erstrebenswert erscheint. In Redmond blickt man derzeit auf einen Bestand von weltweit rund 7000 Patenten, der weiter um jährlich rund 3000 zunehmen soll. Damit liegt das Unternehmen nach eigenen Angaben im Branchendurchschnitt von zwei Patenten für jede Million US-Dollar, die in Forschung und Entwicklung fließt. (mhe)