US-Unternehmen überwachen immer häufiger E-Mails der Mitarbeiter

Große US-amerikanische Unternehmen lassen laut einer Studie eines Spezialisten für E-Mail-Sicherheit zunehmend die elektronische Post ihrer Angestellten mitlesen oder anderweitig analysieren.

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Die US-amerikanische Firma Proofpoint, Spezialist für E-Mail-Sicherheit, hat mit einer Befragung von 322 IT-Entscheidern in großen Unternehmen versucht, den Bedarf nach ihren Produkten auszuloten. Demnach lassen 36 Prozent der Unternehmen mit 1000 und mehr Mitarbeitern von Fachkräften den E-Mail-Verkehr überwachen, 26 Prozent haben dies künftig vor. In Unternehmen mit mindestens 20.000 Mitarbeitern seien das Mitlesen oder andere Arten der E-Mail-Überwachung geläufiger: 40 Prozent haben bereits dafür Mitarbeiter abgestellt, 32 Prozent planen dies.

Diese Ergebnisse bildeten das wachsende Bewusstsein über verschickte E-Mails als Sicherheitsrisiko für Unternehmen ab, meinen die Marktforscher von Proofpoint. Beispielsweise könnten Firmeninterna und Geschäftsgeheimnisse nach außen dringen. Da 35 Prozent der befragten Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten elektropostalische Schlupflöcher für sensible Informationen ausgemacht haben und 27 Prozent deshalb in dem Zeitraum auch schon einen Mitarbeiter auf die Straße gesetzt haben, scheint die Bedrohung in den Augen von Proofpoint durchaus real. (anw)