Grid - vom Hype zur Realität
Grid, das weltweite, verteilte Rechnen, erobert nach Ansicht des IT-Profimagazins iX jetzt auch die Welt der kommerziellen Datenverarbeitung.
Rechnernetze, die sich gegenseitig Dienstleistungen und Rechenkapazitäten zur Verfügung stellen, bezeichnet man als Grid-Computing. Was bislang vor allem im Zusammenhang mit dem SETI-Projekt Furore machte, bei dem mehrere zehntausend PCs nach Signalen außerirdischer Intelligenz suchen, dringt jetzt auch in die Welt der kommerziellen Datenverarbeitung vor.
So setzt Oracle in seiner aktuellen Datenbank-Version 10g das Werkzeug "Grid Control" ein und vereinfacht damit die Datenbankverwaltung, schreibt das IT-Profimagazin iX in seiner aktuellen Ausgabe 11/04. Die Version 10g zeichnet sich durch dynamisches Provisioning aus. Dabei geht es vor allem darum, die Last der einzelnen Anwendungen automatisch und dynamisch auf die zur VerfĂĽgung stehenden unterschiedlichen Rechner zu verteilen.
Ein anderes Beispiel ist das Job-Management in Rechenzentren. Hier existieren mittlerweile ausgereifte kommerzielle und freie Tools, die fĂĽr eine "gerechte" Verteilung der Ressourcen sorgen. iX stellt zwei der bekanntesten Werkzeuge, Torque und Maui, im Detail vor.
Was bislang noch fehlt, sind einheitliche, herstellerübergreifende Schnittstellen zur Abrechnung. Doch: "Der nächste logische Schritt in dieser Evolution der IT dürfte in den kommenden Jahren einen riesigen Markt eröffnen: bis 2008 etwa vier Milliarden US-Dollar", schätzt iX-Redakteur Ralph Hülsenbusch die Lage ein.
Grid ist Titelthema von iX 11/04, ab 14. Oktober im gut sortierten Zeitschriftenhandel oder direkt hier erhältlich. (js)