Peer-to-Peer gewinnt an Boden
Spam-Abwehr, Sicherungskopien, Telefonieren -- das Prinzip Peer-to-Peer eignet sich für weit mehr als nur Dateitauschbörsen.
Die Peer-to-Peer-Technik, die heute noch zumeist für ihren Einsatz in Tauschbörsen wie Kazaa bekannt ist, könnte sich zum neuen Standard bei der Vernetzung von Computern entwickeln und das Client-Server-Modell ablösen. Das schreibt Simson Garfinkel in seiner neuen Kolumne für Technology Review aktuell.
Garfinkel verweist auf eine Reihe von Beispielen für den P2P-Einsatz außerhalb von Tauschbörsen. Das derzeit erfolgreichste dürfte Skype sein, eine Telefonier-Software, die ohne zentrale Infrastruktur Verbindungen zwischen den Teilnehmern herstellt. Außerdem nennt er das Projekt LionShare, mit dem Wissenschaftler ihre Dokumente organisieren und Kollegen zur Verfügung stellen können.
Ein weiteres Beispiel ist Vipul's Razor, ein P2P-System zur Abwehr von Spam. Es basiert auf der Annahme, dass E-Mails, die fast gleichzeitig bei vielen Empängern eintreffen, wahrscheinlich Spam sind. Vipul's Razor wurde mittlerweile als Ergänzung in das populäre Anti-Spam-Produkt SpamAssassin intergriert. Und Microsoft hat bereits im vergangenen Jahr ein P2P-Entwicklerkit für Windows XP veröffentlicht.
Siehe dazu in Technology Review aktuell: (sma)