National Semiconductor steigert erneut Bruttomarge

Trotz gesunkener Umsätze hat der US-Chiphersteller im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2004/05 mehr Gewinn erwirtschaftet.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der US-Chiphersteller National Semiconductor hat im vierten Quartal des zum 29. Mai abgelaufenden Geschäftsjahres 2004/05 bei sinkenden Umsätzen mehr Gewinn erwirtschaftet. Wie der Konzern am Donnerstag in kalifornischen Santa Clara mitteilte, stieg der Gewinn im Vergleich zur Vorjahresperiode um 37,9 Millionen auf 132,1 Millionen US-Dollar (36 Cent je Aktie), ein Plus von rund 40 Prozent. Der Quartalsumsatz sank von 571,2 Millionen auf nunmehr 467 Millionen US-Dollar (minus 18 Prozent). Im gesamten Geschäftsjahr 2004/05 kletterte der Überschuss im Jahresvergleich von 282,8 auf 417,2 Millionen US-Dollar (plus 47 Prozent), die Erlöse verringerten sich von 1,983 auf 1,913 Milliarden US-Dollar.

National Semiconductor führt den Ergebnisanstieg unter anderem auf die steigende Nachfrage nach analogen Produkten zurück. Der Verkauf des Super-I/O-Baustein-Geschäfts an den taiwanischen Chip-Hersteller Winbond habe zusätzlich 51,1 Millionen US-Dollar (vor Steuern) gebracht, hieß es. Darüber hinaus konnte das Unternehmen im vierten Quartal einen Steuervorteil von netto 55,9 Millionen US-Dollar verbuchen. Für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2005/06 rechnet der Konzern wegen des Verkaufs der Advanced-PC-Sparte mit leicht rückläufigen Umsätzen.

Die Bruttomarge - eine Kennzahl, die Aufschluss ĂĽber die Kosteneffizienz eines Unternehmens gibt, indem sie den prozentualen Anteil des Umsatzes, der nach Abzug der Herstellungskosten ĂĽbrig bleibt, beziffert -- soll mit knapp 55 Prozent in etwa auf dem Niveau des vierten Quartals 2004/05 liegen. Anfang des Jahres hatte National Semiconductor weltweit 550 Stellen gestrichen, was rund sechs Prozent der Gesamtbelegschaft entsprach. (pmz)