Studie: Wachstum in IT-Branche zieht an
Nach einem Umsatzwachstum von drei Prozent auf 611 Milliarden Euro in diesem Jahr rechnet die Branche für 2005 mit einer weiteren Beschleunigung.
Die Hightech-Branche in Westeuropa lässt die jahrelange Flaute anscheinend hinter sich. Nach einem Umsatzwachstum in diesem Jahr von drei Prozent auf 611 Milliarden Euro rechnet die Branche laut der Studie "EITO Update 2004" des European Information Technology Observatory (EITO) für 2005 mit einer weiteren Beschleunigung. Auch in Deutschland sei die Wachstumsschwäche der vergangenen beiden Jahre überwunden, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung des Branchenverbandes Bitkom, Bernhard Rohleder, heute im Vorfeld der IT-Messe Systems in München.
Wachstumstreiber in Deutschland seien vor allem Notebooks und Mobilfunkdienste, sagte Rohleder. Zudem erhole sich die Software-Industrie. "Die Wertschöpfung verlagert sich von der Hardware zur Software." Dies sei mit einem Beschäftigungsaufbau im kommenden Jahr von rund 10.000 Stellen verbunden. Mit 2,5 Prozent in diesem und 3,4 Prozent im kommenden Jahr wachse die Informations- und Telekommunikationsbranche in Deutschland zwar schneller als die gesamte Wirtschaft, die Umsatzsteigerungen reichten jedoch nicht an die Wachstumsraten in Westeuropa heran. 2004 erwirtschafte die ITK- Branche in Deutschland voraussichtlich einen Umsatz von rund 131,6 Milliarden Euro und habe damit einen Anteil von rund sechs Prozent am Weltmarkt.
Besonders hohe Wachstumsraten wiesen die neuen EU-Länder in Mittel- und Osteuropa auf. In diesen Ländern gebe es immer noch einen Nachholbedarf bei der Computer-Grundausstattung, betonte Rohleder. In diesem und im kommenden Jahr rechnet Bitkom dort mit Wachstumsraten zwischen sieben und acht Prozent.
EITO-Mitglieder sind die Deutsche Messe, Smau, SIMO und Bitkom. Als Sponsoren treten unter anderem Deutsche Telekom, Telecom Italia, AMD, Sony Europe und KPMG auf. Die Studie EITO Update 2004 wurde in Zusammenarbeit mit den Marktforscher von IDC erstellt. (anw)