Telegate zahlt erstmals Dividende
Für das Jahr 2005 würden 0,65 Euro je Aktie ausgezahlt, sagte Telegate-Chef Andreas Albath heute. In diesem Jahr stellt sich das Unternehmen aber wegen des intensiven Wettbewerbs und hoher Investitionen auf einen Gewinnrückgang ein.
Zehn Jahre nach der Gründung zahlt die zweitgrößte deutsche Telefonauskunft Telegate ihren Aktionären wie zuvor angekündigt erstmals eine Dividende. Für das Jahr 2005 würden 0,65 Euro je Aktie ausgezahlt, sagte Telegate-Chef Andreas Albath heute in München. Dies solle ein Signal für eine langfristige Dividendenpolitik sein. In diesem Jahr stellt sich das Unternehmen aber wegen des intensiven Wettbewerbs und hoher Investitionen auf einen Gewinnrückgang ein. Die Früchte sollen dann ab 2007 geerntet werden.
Telegate hat in der deutschen Telefonauskunft nach eigenen Angaben etwa ein Drittel Marktanteil. Gewachsen ist das Geschäft zuletzt allein im Ausland. Der Umsatz im Konzern legte so im vergangenen Jahr um gut 6 Prozent auf rund 150 Millionen Euro zu. Für 2006 kündigte Albath prozentual zweistellige Wachstumsraten an.
Der Gewinn unter dem Strich blieb im vergangenen Jahr stabil bei 27,1 Millionen Euro, obwohl 2004 ein Sondereffekt von 7,8 Millionen Euro das Ergebnis aufpoliert hatte. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen verbesserte sich um 6,5 Prozent auf 37,9 Millionen Euro. Auf dieser Basis will Telegate im kommenden Jahr 50 Millionen Euro verdienen. 2006 soll der Gewinn aber vor allem im ersten Halbjahr sinken. Der Telegate-Aktienkurs gab heute zwischenzeitlich um mehr als 6 Prozent auf 19,50 Euro nach. (dpa) / (anw)