G7-Treffen der Finanzminister und Notenbankdirektoren

Die Finanzminister und Nationalbankchefs der führenden sieben Industrieländer (G7) trafen am Samstag zu einem eintägigen Treffen in London zusammen, bei dem vor allem die Auswirkungen der asiatischen Finanzkrise auf der Tagesordnung standen.

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Von
  • Arne Mertins

Die Finanzminister und Nationalbankchefs der führenden sieben Industrieländer (G7) trafen am Samstag zu einem eintägigen Treffen in London zusammen, bei dem vor allem die Auswirkungen der asiatischen Finanzkrise auf der Tagesordnung standen. Dieses Treffen bildete den Auftakt für eine G8-Konferenz (G7 erweitert durch Russland) über "Wachstum, Vermittelbarkeit von Arbeitskräften und Inklusion", an der neben den Finanzministern auch die Arbeitsminister der jeweiligen Länder teilnehmen und die am selben Wochenende (Sa. u. So. 22.Februar) abgehalten wird. Zum Abschluß der Beratungen des ersten Teils wurde ein 17 Punkte umfassendes Kommuniqué vorgelegt, in dem die wirtschaftlichen Aussichten der G7-Nationen beurteilt, sowie die "Lektionen für die Zukunft" erörtert werden, die aus der asiatischen Krise zu lernen seien.

In diesem Papier wird die Umsetzung längst beschlossener Maßnahmen gefordert, wie z.B. die Aufstockung des Budgets des IWF. Der IWF soll auch einen Verhaltenskodex für Regierungen über ihre Steuerpolitik und finanzielle Transparenz erarbeiten. Neu ist, daß eine Art Frühwarnsystem eingerichtet werden soll, in dessen Zentrum der IWF steht. Dazu ist es nötig, relevante Finanzdaten besser als bisher zu erfassen und allen Marktbeteiligten in kürzeren Abständen zukommen zu lassen.

Alle weiteren Reformen oder Regulationen des internationalen Finanzsystems sind frühestens nach dem G7-Treffen der Regierungschefs im Mai dieses Jahres zu erwarten, für das die G7-Finanzminister und Bundespankpräsidenten nun ein detaillierteres Analysepapier ausarbeiten wollen

Eines der wenigen greifbaren Resultate im Rahmen des Treffens war die Ankündigung, daß die Export-Importbanken der USA und Japans, sowie 16 weiterer Staaten (G7-Kern plus EU und Schweiz) Exporte nach Thailand, Indonesien und Südkorea fördern wollen.

Ein detaillierterer Bericht findet sich in Telepolis. (ame)