3D-Shooter auf mobilen PCs
Mit neuen 3D-Cips können auch Notebooks anspruchsvolle Spiele flüssig bewältigen. Doch reizt nicht jeder Hersteller die eingebauten Grafikchips auch voll aus, insbesondere nicht im reinen Akkubetrieb, ergibt ein Test in c't 13/05.
Um aktuelle Ego-Shooter wie Doom 3, Half Life 2 oder Far Cry auf einem Notebook nicht nur ohne Ruckler und Aussetzer, sondern auch mit vielen grafischen Details zu spielen, reichen hochwertige 3D-Grafikchips inzwischen tatsächlich aus. Aktuelle Notebook-Grafikchips für PCI Express bringen auch die grafisch anspruchsvollsten Spiele in hoher Auflösung auf Trab. Doch in Notebooks zählt nicht nur die Pixelrate, sondern auch die Leistungsaufnahme. Lediglich mit einigen Kniffen gelingt ATI und Nvidia der Einbau ihrer Chips in Mobilrechner.
Dort, wo etwa Radeon X800XT oder Nvidia GeForce Ultra drauf steht, ist nicht exakt das drin, was man von den Grafikkarten im PC her kennt. Um den Stromverbrauch und damit auch die Hitzeentwicklung gering zu halten, werden sie im Notebook von vornherein ein paar Gänge heruntergeschaltet. Informationen darüber liefern beim Kauf aber oftmals weder der Chip- noch der Notebook-Hersteller. "Möglicherweise hat man also ein teures Notebook mit Spitzengrafik erstanden, das sich dann wegen des niedrigen Grafikchiptakts als lahme Ente entpuppt", kritisiert c't im Testbericht der aktuellen Ausgabe 13/05. Dem Anwender bleibt nur, während der Umtauschfrist die Grafikleistung mit den Tools 3DMark oder PowerStrip zu messen und im Zweifel das Gerät zurückzugeben.
Ebenfalls um Strom zu sparen, verhalten sich einige Notebooks mit leistungsfähigem Prozessor und einer Hochleistungs-Grafikkarte im Akkubetrieb anders als am Stromnetz. Hängt der Mobilrechner an einer Steckdose, laufen die Spiele ruckelfrei und flüssig. Doch im Akkubetrieb takten die Hersteller die Grafiksysteme und mitunter auch den Prozessor noch weiter herunter, was schon das Abspielen von DivX-Videos zum Problem machen kann. Häufig kann der Anwender an dieser Stelle zumindest manuell eingreifen und die gewünschte Grafikleistung per Hand einstellen.
c't hat alle aktuellen Hochleistungs-3D-Chips für Notebooks gegeneinander antreten lassen und trotz aller Schwierigkeiten lautet das Resümee: Wer aktuelle 3D-Shooter auf seinem Notebook spielen will, kann mit den neuen Hochleistungsgrafikchips erstmals wirklich Spaß haben -- zumindest so lange das Notebook an der Steckdose hängt. Für alle anderen gilt: Wer nur wenig anspruchsvolle Spiele spielt, dem reicht die neue Chipsatzversion für mobile Rechner von Intel mit integriertem Grafiksystem -- selbst hochauflösendes Fernsehen kann diese Hardware stromsparend auf einem Notebook darstellen.
Detaillierte Testergebnise und Hintergrundinformationen zu 3D-Grafikchips in Notebooks bringt c't in der aktuellen Ausgabe (seit dem heutigen Montag, den 13. Juni, im Handel): (jk)
- Rasende Pixel, Notebook-Grafikchips der Spitzenklasse, c't 13/05, S. 178