Windows-Insider-Vorschauen verbessern Suche und bringen Speicherchecks

Bevor neue Funktionen auf Windows-Desktops landen, testet Microsoft sie. Neue Insider-Vorschauen bringen Speicherchecks und bessere Suche.

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(Bild: heise online / dmk)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

In den Insider-Kanälen verteilt Microsoft neue Testversionen des Windows-Desktop-Betriebssystems. Die Suche hat an einigen Stellen Verbesserungen erfahren, und nach Abstürzen soll ein schneller Speichercheck künftig Erkenntnisgewinn bringen.

In den Versionsankündigungen für den Insider-Beta- und Insider-Developer-Kanal fasst Microsoft die neu zum Test hinzugekommenen Funktionen zusammen. Viele der Funktionen verteilt Microsoft schrittweise, das heißt, dass nicht alle Insider-Nutzerinnen und -Nutzer sie sofort erhalten. Dazu zählt die Verbesserung der WIndows-Such-Box in der Taskleiste. Die lernt nun "Copy&Search", zu Deutsch "Kopieren & Suchen", dazu. Sofern jemand in Windows einen Text markiert und kopiert, erscheint in der Suchbox der Hinweis "Kopierten Text durchsuchen".

Die Suchbox in der Taskleiste bietet an, den kopierten Text zu durchsuchen.

(Bild: Microsoft)

Die Spracheingabe (englisch "Voice-Typing") zum Diktieren von Texten oder zur Steuerung von Windows bekommt eine Option, die Wartezeit vor Ausführung zu beeinflussen. Dies soll Nutzerinnen und Nutzern mit unterschiedlichen Sprechweisen größere Flexibilität bieten und eine genauere Erkennung liefern – ganz gleich, ob jemand langsam oder schnell spricht. Das kommt für alle Desktop-PCs, nicht nur Copilot+-PCs, erklären die Entwickler.

Eine Funktion, die der Systemverlässlichkeit dienen soll, ergänzt Microsoft mit einer schnellen Speicherprüfung ("quick memory scan"). Nach einem unerwarteten Rechnerneustart kann Windows nun einen Hinweis anzeigen, der vorschlägt, eine schnelle Speicherprüfung zu starten. Sofern Betroffene sie ausführen, plant Windows für den nächsten Neustart einen "Windows Memory Diagnostic"-Lauf. Der benötigt nomralerweise fünf Minuten oder weniger, im Anschluss startet Windows wieder normal. Sollte ein Speicherfehler gefunden und umgangen worden sein, erfolgt nach dem Reboot eine entsprechende Benachrichtigung.

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In der frühen Version dieses Features sind alle Bugchecks (Absturzursachen) als Auslöser aktiviert – die Entwickler wollen den Zusammenhang zwischen Speicherfehlern und Abstürzen untersuchen. In Zukunft soll hier eine feinere Vorauswahl getroffen werden. Die Funktion wird nicht unterstützt unter ARM64-Architekturen , Systemen mit aktivierter Administrator-Protection sowie auf Systemen mit Bitlocker, jedoch ohne Secure Boot.

In den Einstellungen sollen die Geräte-Info-Karten deutlichere Informationen anzeigen, auch unter "Über" (respektive "Info") sollen die Details übersichtlicher sein. Die Suche in den Einstellungen ermöglicht, durch die Suchergebnisse in der ausgeklappten Ergebnisliste zu scrollen, ohne, dass ein Wechsel auf eine weitere Seite nötig wäre. Die Aktualisierungen korrigieren einige weitere kleinere Ärgernisse und bringen kleinere Verbesserungen mit, die Interessierte in den eingangs verlinkten Übersichten finden.

Vor zwei Wochen hat Microsoft den Insider-Vorschauen etwa standardmäßig wieder einen Kommandozeileneditor verpasst. Der war in den 64-bittigen Windows-Fassungen zuvor schlicht rausgeflogen. Außerdem haben die Entwickler das Startmenü überarbeitet.

(dmk)