Wirtschaftsministerium: Green-Card-Inhaber sind gut integriert

Die meisten von einem Forschungsinstitut befragten ausländischen Arbeitnehmer mit Green Card sehen sich als gleichwertige Kollegen in ihrer Firma integriert.

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"Die Erwartungen an das Leben und Arbeiten in Deutschland haben sich für die Green-Card-Inhaber erfüllt", das ist das Ergebnis einer Studie des Forschungsinstituts Marplan im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit. Durch Befragung von 500 Inhaber einer Green Card wollten die Forscher herausfinden, wie die seit 2000 in Deutschland beschäftigten ausländischen IT-Fachkräfte ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen beurteilen. Dabei ist laut Ministerium herausgekommen, dass die Green-Card-Inhaber auch ohne zusätzliche Integrationsmaßnahmen beruflich und privat gut integriert seien. 97,5 Prozent der Befragten sehen sich demnach als gleichwertige Kollegen in ihrer Firma akzeptiert, 77,1 Prozent bezeichnen ihre Kontakte zu Deutschen als gut.

Knapp 60 Prozent würden gerne in Deutschland bleiben, ergab die Befragung weiter. 38 Prozent der Green-Card-Inhaber planten, sich selbstständig zu machen. Deutschland sei dabei ihr favorisierter Standort. Ihr Hauptkritikpunkt ist eine unzureichende Planungssicherheit wegen der Beschränkung der Aufenthaltsdauer durch die Green-Card-Regelung auf 5 Jahre.

Die Green Card wurde im März 2000 von Bundeskanzler Gerhard Schröder initiiert und wird 2005 vom neuen Zuwanderungsrecht abgelöst. Von den maximal vorgesehenen 20.000 Arbeitserlaubnissen wurden bisher etwa 17.000 erteilt. Hauptherkunftsländer sind laut Ministerium Indien mit 5300 und Ost- und Südeuropa mit 6000 Zusicherungen. (anw)