Spendenaufruf gegen AdressbuchbetrĂĽger
Der Journalist und Dokumentarfilmer Michael Plümpe versucht, seine Website zu retten, die seit 2001 regelmäßig über Adressbuchbetrüger berichtet.
Mit einem am gestrigen Montagabend veröffentlichten Spendenaufruf versucht der Journalist und Dokumentarfilmer Michael Plümpe, seine Website zu retten, die seit 2001 regelmäßig über Adressbuchbetrüger berichtet.
Plümpe ist im Zuge der Berichterstattung in mehrere Klagen verwickelt, deren Kosten sein eigentliches Geschäft, die Produktion von Dokumentarfilmen, zu ruinieren drohen. Über die von ihm gepflegte Datenbank von 150 Firmen und Personen, die mit unseriösen Adressbuchangeboten Geschäfte machen, haben sich nach Plümpes Angaben seine Gegner selbst zusammengeschlossen und einen sechsstelligen Betrag für eine Rufmordkampagne gespendet. Diese von eingekauften Hackern aus Mallorca dirigierte Kampagne verunglimpfe den Dokumentaristen, der vor allem für kirchliche Auftraggeber und Krankenkassen arbeitet, als Produzent von Kinderporno- und Tierpornofilmen. Die üblen Beschuldigungen und fabrizierten Gerüchte führen dazu, dass er Aufträge verliere und möglicherweise die Website über Adressbuchbetrüger aufgeben müsse, erklärte Plümpe.
AdressbuchbetrĂĽger arbeiten mit offiziell wirkenden Schreiben, in denen GebĂĽhren fĂĽr die Eintragung einer Firmenadresse in einem gedruckten Firmenverzeichnis oder einem Internet-Verzeichnis gefordert werden. Diese Schreiben werden in einigen Firmen mit Rechnungen verwechselt und bezahlt. Wer gezahlt hat, dann seinen Irrtum erkannt hat und versucht, von zukĂĽnftigen Zahlungen Abstand zu nehmen, den versuchen die BetrĂĽger mit Drohungen und einstweiligen VerfĂĽgungen einzuschĂĽchtern. (Detlef Borchers) / (jk)