Liberty Alliance startet Initiative gegen Identitätsdiebstahl

Viele US-Bürger haben wenig Vertrauen in die Sicherheit online übermittelter Geschäftsdaten. Dem soll nun eine Arbeitsgruppe der Allianz abhelfen.

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Die Liberty Alliance, eine Organisation zur Entwicklung einer Art "Online-Ausweis", hat eine Gruppe gegründet, die sich mit dem Problem des Identitätsdiebstahls im Internet auseinandersetzt. Sie ist gedacht als Schnittstelle für die Bemühungen von Unternehmen, Behörden und Verbraucherschutzorganisationen. Sie sei bei der Allianz gut aufgehoben, da dort das technische und erzieherische Know-how angesiedelt sei, um der Komplexität des Identitätsklaus begegnen zu können.

Im Internet tätige Unternehmen sind um die Vertrauenswürdigkeit online abgewickelter Geschäfte besorgt. 9 Prozent der US-Verbraucher mit Internetanschluss oder 6 Millionen Haushalte haben bereits Erfahrungen mit Identitätsdiebstahl gemacht. Nur 21 Prozent der Internet-Nutzer meinen, ihre Kreditkartendaten seien bei Online-Geschäften sicher aufgehoben, zitiert die Liberty Alliance, die derzeit 150 Mitglieder zählt, Statistiken von Forrester Research. Dieser Skepsis müssten die Händler offensiv begegnen.

Die neu gegründete "Identity Theft Protection Group", an der sich rund 40 Liberty-Mitglieder beteiligen, will das Problem analysieren und Problemlösungen wie technische Spezifikationen erarbeiten. Die Allianz habe bereits einige Richtlinien und Standards veröffentlicht, die auch schon weidlich angenommen würden. Sie rechnet bis Ende 2005 mit weltweit 400 Millionen Identitäten für E-Mail-, Messaging-Accounts oder andere Nutzungsbereiche, die nach ihren Maßregeln verwaltet werden. Das sei schon ein wichtiger Schritt, um dem Identitätsklau zu begegnen. Technik allein reiche aber nicht aus. Das beste Identitätsmanagement könne geknackt werden, wenn sich die Nutzer nicht an Verhaltensstandards hielten. Deshalb will die neu gegründete Gruppe auch Aufklärungsarbeit leisten. (anw)