Varianten-Vielfalt bei Grafikkarten
Um sich vom Wettbewerb zu unterscheiden, locken einige Grafikkarten-Hersteller mit Sondermodellen, die mit erhöhten Taktfrequenzen noch etwas mehr Grafikleistung bieten.
Bei Gainward (Halle 23, Stand C28) arbeitet die GeForce 7900 GTX als "Golden Samples" mit erhöhten Frequenzen. Beim Chiptakt hofft man statt der regulären 650 MHz bis zu 700 MHz zu erreichen. Höhere Frequenzen sind nicht sinnvoll, da der Grafikchip sich ab 720 MHz selbst wieder herunterregelt. Beim Speicher ist noch nicht entschieden, ob 1,0-ns- oder 1,1-ns-Chips zum Einsatz kommen. Die GeForce 7600 GT könnte als Golden Sample 600 bis 650 MHz Chip- und 750 bis 800 MHz Speichertakt erreichen, vorgegeben sind 560 und 700 MHz. Zurzeit ist man noch in der Testphase, schließlich wolle man auch auf die höher getakteten Modelle drei Jahre Garantie geben.
Der Hersteller eVGA (Halle 23, Stand D28) arbeitet bei seiner GeForce 7600 GT Co mit einem Kupferkühler und stellt 600 MHz Chip- und 780 MHz Speichertakt ein. Nvidia sieht hier 560/700 MHz vor. Die GeForce 7900 GTX ist bei eVGA mit einer Wasserkühlung – wahlweise auch für SLI-Betrieb mit zwei Grafikkarten – von Innovatec erhältlich und läuft ebenfalls mit erhöhten Taktfrequenzen.
XFX (Halle 23, Stand B19) bietet seine GeForce-Grafikkarten sogar in fünf Varianten an. Zusätzlich zu den Standardmodellen nach Nvidia-Referenz-Design kann man zwischen einer XFX-Standard-, einer Standard-Xtreme, einer schnelleren Xtreme- und einer XXX-(Triple-X-)Version wählen. Beim GeForce 7900 GTX reichen die Taktfrequenzen über 665/815 MHz bei der XFX-Standard bis zu 700/900 MHZ bei der XXX hinauf. Die GeForce 7900 GT variiert von 470/685 MHz bis zu 560/825 MHz. Die GeForce-7600-GT-Karten beginnen mit 570/725 MHz (XFX-Standard) und enden bei 560/825 MHz (Triple-X).
Eine Taktfrequenzerhöhung von beispielsweise 10 Prozent bedeutet, dass PC-Spiele mit rund 6 bis 8 Prozent höherer Bildrate laufen. In der Praxis sind eher erst 20 Prozent höhere Bildraten tatsächlich spürbar. Die Preise für die Sondermodelle liegen nur teilweise fest, sie sind meist 20 bis 50 Euro teurer als Standardausführungen. (Manfred Bertuch) / (gs)