Grafikkarten mit leiser Kühlung im Vormarsch
Immer mehr Hersteller tauschen den Lüfter gegen passive Lamellen- oder sogar Wasserkühler aus.
GigaByte (Halle 23, Stand A42) versucht, möglichst viele seiner Modelle mit der neu entwickelten passiven Kühlung "Silent Pipe II" auszustatten. Sie besteht aus zwei über Heatpipes verbundene Lamellenkühler, von denen einer teilweise im Slotblech integriert ist. Durch den Unterdruck im Rechnergehäuse kann dieser die Wärme an einströmende Außenluft abgeben. Die restliche Abwärme führt ein zweites Lamellenpaket auf der Rückseite der Grafikkarte ab. Die Chiptemperatur soll beispielsweise bei einer GeForce 6600 GT rund 20 Grad niedriger liegen, als mit dem Nvida-Lüfter.
GigaByte bevorzugt dieses Kühlsystem, da es wenig störanfällig ist und weniger als 8 Euro Mehrkosten verursacht. Silent Pipe II kommt auf Grafikkarten mit GeForce 6600 GT, 7600 GT, Radeon X1300 Pro sowie X1600 Pro und X1600 XT zum Einsatz. Für BTX-Systeme eignet sich eine GeForce-6600-Grafikkarte, deren Lamellenpaket im Lüfterstrom des CPU-Moduls liegt. Neu ist ferner die Wasserkühlung 3D Galaxy für CPU und Grafikkarte mit Temperatur- und Wasserfüllstandskontrolle.
MSI (Halle 22, Stand A16) entwickelt ebenfalls eine passiv gekühlte Grafikkarte mit dem GeForce 7600 GT und plant sogar, den High-End-Chip GeForce 7900 GT passiv zu kühlen. InfoTec/GeCube (Halle 23, Stand D31) zeigen passiv gekühlte Versionen mit Grafikchips aus der X1000-Reihe bis hinauf zum 1600 XT, Letzteren auch in einer Ausführung für AGP.
Schließlich mehren sich die Alternativen zu dem relativ lauten Lüfter auf der Radeon X1800 XT und Radeon X1900 XT/XTX. HIS/Enmic bieten einen verbesserten Lüfter für den Radeon X1900 in zwei Varianten an. Der IceQ3 erreicht moderate Geräuschpegel bei guter Kühlleistung, während der AcceleroX2 von Arctic Cooling noch leiser läuft, aber weniger effizient kühlt, als ATIs Turbinen-Lüfter. Die Mehrkosten sollen jeweils bei etwa 25 Euro liegen.
Bei Club-3D (Halle 23, Stand C32) ist eine X1800/X1900-Wasserkühlung von Aquacomputer zu sehen, und bei Sapphire hat man sich für die X1900-Wasserkühlung Blizzard entschieden. Bei ihr sind Wärmetauscher und Umwälzpumpe auf einer separaten Steckkarte untergebracht, was die Montage im Rechner stark vereinfacht. Sie soll etwa 80 Euro kosten. (Manfred Bertuch) / (gs)