Anders & Rodewyk: Virtualisierung und Managed Services
Im Rahmen der alljährlichen Hausmesse hat das Hannoveraner Systemhaus rund 100 interessierte Kunden und Partner über die Chancen und Möglichkeiten rund um die Virtualisierung von IT-Infrastruktur informiert.
(Bild: NetApp)
Von der Server-Konsolidierung bis hin zum zentralen Management von Desktops lassen sich Virtualisierungstechniken einsetzen, um eine kostengünstigere und effizientere IT-Infrastruktur einzurichten. Das in Hannover ansässige Systemhaus Anders & Rodewyk (A&R) hat sich dieser Thematik frühzeitig gewidmet und steht seither Kunden wie auch Vertriebspartnern mit umfassendem Know-how, aber auch als Lieferant von Hard- und Software zur Verfügung. Im Rahmen der alljährlichen Hausmesse hat das Systemhaus nun rund 100 interessierte Anwender und Fachhandelspartner über die neuesten Trends und Entwicklungen informiert. Neben neuen Rack- und Blade-Serversystemen aus dem Hause Anders & Rodewyk standen unter anderem auch Themen wie die Desktop-Virtualisierung im Fokus der Veranstaltung.
Leistungsfähige und flexibel konfigurierbare Server bilden die Grundlage für den Aufbau von virtualisierten IT-Umgebungen. Anders & Rodewyk hat dabei die spezifischen Vorteile von Blade-Servern erkannt und zunächst auf eine enge Kooperation mit Intel gesetzt. Seit 2007 ist A&R inzwischen aber OEM-Partner von IBM und vertreibt die von Big Blue entwickelten Server unter eigener Marke – ModularPower (Blade) und Ariane (Rack). Mit dem Rack-Server Ariane 640 X5 hat das Systemhaus seit kurzem ein modulares 4-Wege-System im Angebot, das sich bei Bedarf unkompliziert zum 8-Wege-Server mit bis zu 192 Memory-Steckplätzen aufrüsten lässt. Im Bereich Blade-Server bilden die neuen ModularPower-Systeme 930B20 das entsprechend flexible Gegenstück. Die 2-Wege-Rechner können durch die direkte Kopplung zweier Blades zum 4-Wege-Server ausgebaut werden – unabhängig von den Konfigurations- und Partitionierungsmöglichkeiten, die das Blade-Chassis grundsätzlich schon bietet. A&R-Geschäftsführer Jens Rodewyk sieht für die neuen Server vielfältige Einsatzoptionen, insbesondere in Virtualisierungsanwendungen – beispielsweise von Citrix oder VMware.
Ein wie die Server-Virtualisierung viel versprechendes Geschäftsfeld eröffnet sich dem Handel in der Desktop-Virtualisierung, auch wenn der Markt noch in der Entwicklung steckt. "Wir verzeichnen eine ständig wachsende Zahl von – zugegebenermaßen kleineren – Projekten", erklärt Jürgen Wand, Citrix Solutions Specialist, "aber immer mehr Kunden erkennen die Vorzüge der Desktop-Virtualisierung." Vor allem Call Center und Schulungsanbieter profitieren schon von den flexibel handhabbaren und zentral verwalteten Images für virtuelle Desktops. "Gerade Call Center, die für verschiedene Kunden tätig sind, können so die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter ganz einfach auf die jeweiligen Anforderungen der Kunden einrichten – bei Bedarf sogar täglich", erläutert Wand. Aber auch aus einzelnen Abteilungen größerer Unternehmen registriert der Citrix-Spezialist verstärktes Interesse an der Desktop-Virtualisierung. "Dass Unternehmen aber eine strategische Entscheidung treffen, komplett, mit Hunderten oder gar Tausenden Arbeitsplätzen auf Virtualisierung umzusteigen, kommt bisher noch eher selten vor", räumt Wand ein. Hier sind Hersteller aber auch kompetente Fachhandelspartner wie Anders & Rodewyk gefragt, das Verständnis bei den Kunden zu wecken und die Vorteile der Desktop Virtualisierung deutlich zu machen.
Managed Services statt Cloud Computing
Beim Hype-Thema Cloud Computing gibt sich Jens Rodewyk hingegen sehr zurückhaltend: "Davon höre ich immer nur bei den Herstellern, unsere Kunden fragen jedenfalls noch nicht danach", konstatiert der A&R-Chef und zeigt Verständnis für die von vielen geäußerten Bedenken, wenn es um die Auslagerung von IT und insbesondere von Daten geht. Einem grundlegenden Aspekt des Cloud Computings kann aber auch Rodewyk sehr wohl positive Aspekte abgewinnen: "Kunden profitieren zweifelsfrei, wenn sie einzelne Aufgaben in der IT, die nicht zu ihren Kernkompetenzen zählen, von externen Spezialisten abdecken lassen." Das Stichwort hierbei lautet: Managed Services. In derart fokussierten Dienstleistungen sieht auch A&R echtes Geschäftspotenzial. Das Systemhaus bereitet entsprechende erste Managed Services im Bereich Firewalls vor. "Hard- und Software werden wir wie bisher auch vor Ort beim Kunden installieren und konfigurieren", erläutert Rodewyk, "der Kunde kauft die Produkte jedoch nicht mehr, sondern bezieht den kompletten Service gegen eine monatliche Gebühr." Das Systemhaus übernimmt im Rahmen der vereinbarten Service Level Agreements (SLA) die Überwachung und Pflege der Firewall. "Das können wir überwiegend remote erledigen, bei Bedarf sind wir aber rasch beim Kunden vor Ort, um etwaige Funktionsstörungen zu beheben", betont der A&R-Chef im Hinblick auf die dabei nach wie vor enge Bindung zwischen Systemhaus und Kunde.
Unterdessen profitieren nicht nur die Anwenderunternehmen von den Managed Services, auch für das Systemhaus ergeben sich Vorteile. So stand A&R bisher als Service-Partner des Kunden häufig vor dem Problem, stets Ressourcen für etwaige Serviceanfragen parat halten zu müssen – je nach SLA sogar ganz kurzfristig. Im Falle des Managed Service liegt die Planungshoheit und Vorsorgeverantwortung komplett bei Anders & Rodewyk. "Dabei können wir den Einsatz unserer eigenen Ressourcen wesentlich besser planen und damit effizienter gestalten", unterstreicht Rodewyk. (map)