Australische Zeitumstellung überfordert Software

Die einmalige Verschiebung des Sommerzeitendes in Australien dürfte in so mancher Kalendersoftware für eine Überraschung gut sein.

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Australien verschiebt in diesem Jahr das Ende der Sommerzeit um eine Woche. Dies stellt so manche Kalendersoftware vor Probleme. Damit das Ende der Commonwealth Games und die Zeitumstellung nicht zusammenfallen, endet die Sommerzeit statt am 26. März erst am 2. April. In Mac OS X sollte ab Version 10.4.5 die einmalige Verschiebung berücksichtigt sein. Zuvor hatte bereits ein Apple-User eine eigene Lösung online gestellt.

Die von Microsoft bereitgestellten Patches (mit Exchange Server, ohne Exchange Server) erzeugen spezielle Commonwealth-Games-Zeitzonen für Adelaide, Canberra, Hobart, Melbourne und Sydney, denn nur in den australischen Bundesstaaten New South Wales, South Australia, Tasmanien, Victoria sowie dem Haupstadtterritorium Canberra gibt es überhaupt Sommerzeit. Mircosoft empfiehlt betroffenen Usern, vor Installation des Patches keine Termine in der Woche vom 26. März bis zum 2. April 2006 oder dem gleichen Zeitraum eines späteren Jahres anzulegen. Entsprechende Mitarbeiterdisziplin zu erreichen darf als Herausforderung an die Administratoren gelten. Bei automatisch wiederkehrenden Terminen bleibt wohl nur manuelle Nachbesserung. Nach dem 2. April muss der Patch übrigens wieder von Hand entfernt werden, damit die Einstellungen in späteren Jahren nicht falsch sind.

Bereits während der Olympischen Spiele im Jahr 2000 hatte Australien spezielle Zeitzonen-Regelungen eingeführt. Auch dafür hatte es in Windows eine spezielle Zeitzone gegeben. Nach deren Entfernung war jedoch die Zeitumstellung für Oktober 2001 auf einen Termin gesetzt, der lediglich für Tasmanien korrekt war. (Daniel AJ Sokolov) / (tig)