Studienschwerpunkt "IT-Recht in der Verwaltung" an der Uni Passau

Die Universität Passau hat zum Wintersemester den nach eigenen Angaben bundesweit ersten Studienschwerpunkt "Informations- und Kommunikationsrecht in der Verwaltung" gestartet.

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  • Markus Schickore

Die Universität Passau hat zum Wintersemester 2004/05 den nach eigenen Angaben bundesweit ersten Studienschwerpunkt "Informations- und Kommunikationsrecht in der Verwaltung" gestartet. Jurastudenten können sich im Rahmen der zweisemestrigen Ausbildung zum IT-Juristen für den Verwaltungsbereich spezialisieren. Vermittelt werden neben Kenntnissen im Bereich des E-Government auch Grundlagen der Informatik. Im Mittelpunkt des kommenden Semesters steht das geplante Justizkommunikationsgesetz. Das Gesetz regelt die rechtlichen Rahmenbedingungen, unter denen Anwälte ihre Schriftsätze statt in Papierform künftig elektronisch bei Gericht einreichen können. Das Gesetz ist Teil der Initiative BundOnline2005, in der sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt hat, bis 2005 alle internetfähigen Dienstleistungen online bereitzustellen.

"Mit unserem neuen Studiengang verknüpfen wir nicht nur Theorie und Praxis enger als je zuvor, sondern schaffen erstmals auch in der Ausbildung die Voraussetzungen, um E-Government in Deutschland endlich zum Durchbruch zu verhelfen", erläutert der Initiator und Leiter des Studienschwerpunktes, Professor Dirk Heckmann. Auch Unternehmensberater wie Tom Gensicke von Capgemini Deutschland sind von der Notwendigkeit einer Spezialisierung überzeugt: "E-Government in Deutschland steht an der Schwelle von der elektronischen Bereitstellung von Informationen zur elektronischen Interaktion zwischen den verschiedenen Akteuren. Dies wird nicht selten behindert durch rechtliche Restriktionen beziehungsweise Unsicherheiten der Akteure unter anderem im Bereich der Datensicherheit, des Datenschutzes oder auch durchzuführender Ausschreibungen." (Markus Schickore) / (pmz)