Siemens kündigt erste Komplettlösung für den UMTS-Turbo HSDPA an

Der Konzern hat in London die erste End-to-End-Lösung für HSDPA inklusive einer Datenkarte für Notebooks präsentiert, mit der Downloads über das UMTS-Netz auf 2 bis 3 MBit/s beschleunigt werden sollen.

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In London hat Siemens die erste End-to-End-Lösung für High Speed Downlink Packet Access (HSDPA) vorgestellt, mit der Downloads über das UMTS-Netz beschleunigt werden sollen. Die Gesamtlösung besteht aus der erforderlichen Zusatzausrüstung für UMTS-Netze sowie einer HSDPA-fähigen UMTS-Karte für den PC-Card-Slot von Notebooks. Laut Siemens können UMTS-Kunden damit Datenraten von durchschnittlich 2 bis 3 MBit/s in Empfangsrichtung erreichen, was etwa einem schnellen DSL-Zugang entspricht.

Im Januar 2005 will Siemens seine HSDPA-Lösung anhand einer Live-Übertragung demonstrieren, erste Feldtests bei europäischen und japanischen Netzbetreibern sollen im zweiten Quartal 2005 starten. Ab dem vierten Quartal soll das Produkt inklusive der PC-Card kommerziell verfügbar sein. UMTS-Netzbetreiber, die Infrastruktur von Siemens einsetzen, benötigen laut Hersteller nur ein Software-Update, da man seit 2002 nur HSDPA-fähige Basisstationen ausgeliefert habe.

Mit Hilfe des Modulationsverfahrens 16-QAM (Quadratur-Amplituden-Modulation) kann der Datenservice HSDPA die UMTS-Übertragungsrate in Empfangsrichtung beträchtlich erhöhen. Bislang empfängt ein UMTS-Gerät maximal 384 kBit/s. HSDPA erreichte unter Laborbedingungen bis zu 14 MBit/s, im praktischen Einsatz soll die maximale Übertragungsrate zunächst bei 3,6 MBit/s liegen. In Senderichtung bleibt es vorerst bei 64 kBit/s, später soll sie High Speed Uplink Packet Access (HSUPA) auf bis zu 5,8 MBit/s steigern. Für beide Datendienste sind jedoch neue Handys und PC-Cards erforderlich, die die neuen Übertragungsverfahren nutzen können. (rop)