Datacenter-USV mit Brennstoffzellen

American Power Conversion (APC) präsentiert eine Brennstoffzellen-Version seines InfraStruXure-Energie-Backups für kleine und mittlere Datacenter.

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Von
  • Mattias Hermannstorfer

Der Spezialist für unterbrechungsfreie Stromversorgungen American Power Conversion (APC) stellt mit der Brennstoffzellen-Variante seines InfraStruXure-Systems eine ökologische Alternative für kleine und mittlere Datacenter vor.

Für die benötigten Überbrückungszeiten von mehreren Stunden für alle Komponenten eines hochverfügbaren Datacenters setzte man bisher beispielsweise Dieselgeneratoren ein. Das modulare Racksystem lässt sich mit maximal drei Modulen mit einer Leistung von jeweils 10 kW bestücken und ist für eine Lebensdauer von zehn Jahren oder 5000 Ein- und Ausschaltvorgänge ausgelegt.

Die Brennstoffzellen funktionieren als ausdauernde und mit Wasserstoff befüllbare Batterie. In PEM-Zellen (Polymer-Elektrolyt-Membran) wird Wasserstoff in einem platinhaltigen Katalysator an der Anode in positiv geladene Wasserstoffionen (Protonen) und freie Elektronen aufgespalten. Die Protonen wandern durch die Polymermembran, während die freien Elektronen dort blockiert und den Umweg über einen Draht nehmen müssen und so elektrischen Strom liefern. An der Kathode rekombinieren die Protonen mit den Elektronen und Sauerstoff zu Wasser, das außer Wärme das einzige Abfallprodukt bildet.

Frei von schädlichen Emissionen und als langlebige Akku-Alternative sind sie vom Uboot bis zum Notebook oder Handy äußerst attraktiv. Die Technik befindet sich aber noch im Forschungsstadium, marktreife Produkte gibt es derzeit daher kaum. (mhe)