Streit um Nagios-Markenrechte beendet
Die Auseinandersetzungen zwischen Ethan Galstad, "Vater" der freien Monitoring-Software Nagios, und der deutschen Netways GmbH sind beigelegt.
Die Auseinandersetzungen zwischen dem "Vater" der freien Monitoring-Software Nagios und der deutschen Netways GmbH sind beigelegt. Ethan Galstad, Nagios-Erfinder und Gründer des Nagios-DIenstleisters Nagios Enterprises, hatte Netways vorgeworfen, Nagios-Markenrechte zu verletzen. Er habe Netways seit 2006 mehrfach kontaktiert und aufgefordert, eine Reihe von Domains mit Nagios im Namen sowie die von Netways-Geschäftsführer Julian Hein gehaltene deutsche Marke Nagios an ihn zu übertragen – Galstad beansprucht alle Markenrechte rund um Nagios für sich.
Hein weist in einer Stellungnahme darauf hin, dass man nie dem Nagios-Projekt, der Community oder Nagios Enterprises habe schaden wollen. Viele der Fakten, die Ethan Galstad aufführt, seien richtig, die unterstellten Absichten allerdings nicht. Man habe bereits eingewilligt, die fraglichen Domains und das Recht an der deutschen Marke an zu Nagios Enterprises zu übertragen. Gegenüber heise open erklärte Hein, Galstad habe das akzeptiert, der Streit sei beigelegt.
Die Netways GmbH ist ein Open-Source-Dienstleister, der unter anderem Consulting und Support zu Nagios anbietet. Das Unternehmen richtet seit mehreren Jahren eine inzwischen in Open Source Monitoring Conference umbenannte Konferenz zu Nagios aus. Das Unternehmen gehört zu den treibenden Kräften hinter dem Nagios-Fork Icinga. Der Fork war 2009 aus Unzufriedenheit über die langsame Weiterentwicklung des Nagios-Kerns entstanden, der lediglich von einem kleinen Team um Ethan Galstad gepflegt wird. Die größte Teil der Entwickler-Community um Nagios schreibt Plug-ins für die Monitoring-Software. (odi)