Minnesota setzt auf Microsofts Cloud

Der US-Bundesstaat Minnesota will seine Angestellten in Zukunft durch Microsofts Business Productivity Online Suite mit Mail und anderen Kommunikationsdiensten versorgen.

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Von
  • Christian Kirsch

Zahlen wurden nicht genannt, doch es soll eines der größten Cloud-Geschäfte in den USA bis dato sein: Der Bundesstaat Minnesota im Norden der USA will alle Kommunikationsdienste für seine Angestellten in die Cloud auslagern (PDF). Geschäftspartner ist Microsoft, dessen Business Productivity Online Suite die Services bereitstellt.

In den nächsten vier bis acht Monaten sollen sich 33.000 Angestellte auf die neue Plattform umstellen. Sie arbeiten unter anderem in den Ministerien für Landwirtschaft, Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr. Damit hat dieses Vorhaben einen größeren Umfang als das Projekt von Los Angeles: Die Stadt hatte 2009 einen Vertrag mit Google zum Umstieg auf dessen Mail- und Doc-Plattform geschlossen, von dem 30.000 Mitarbeiter betroffen waren.

Was genau Microsoft leistet, ist einem Bericht von InformationWeek zufolge jedoch wolkig. Laut Vertrag stelle das Unternehmen dedizierten, sicheren Speicher in einer US-Anlage bereit. Das klinge wie ein einfaches Hosting-Geschäft, bei dem Microsoft Server im Auftrag des Staates betreibe. Beide Parteien betonten jedoch, dass dies nicht der Fall sei. Ein Mitarbeiter des zuständigen Office of Enterprise Technology von Minnesota erklärt die Besonderheiten so: "Für uns bedeutet Cloud Computing eine Dienstleistung mit einem Eigenleben. Die Services, die wir bekommen, folgen ihrer eigenen Roadmap, und wir werden die neuesten Funktionen bekommen, sobald sie verfügbar sind."

Der Vertrag mit Microsoft läuft bis Februar 2015. Die Kosten für den US-Staat hängen von den endgültigen Nutzerzahlen ab, er verspricht sich jedoch deutlich niedrigere Preise als die 9,50 US-Dollar, die bislang monatlich pro Nutzer für die im eigenen Haus betriebenen Dienste anfallen. (ck)