Finder-Fenster mit Root-Rechten öffnen
Um auf unseren Mac-Servern die Speicherbelegung der von den Netzwerknutzern angelegten Backup-Images kontrollieren zu können, muss ich mich immer wieder lokal und noch dazu als Root am Mac-Server anmelden. Als Administrator kriegt man nämlich die Image-Größen im Finder nicht angezeigt und das Programm Server-Admin zeigt lediglich die Gesamtauslastung der TimeMachine-Freigaben an, nicht aber die Größe der einzelnen Images. Kennen Sie eine bequemere Alternative? Wir haben das Benutzerkonto Root einzig für diesen Zweck angelegt und würden es aus Sicherheitsgründen gern wieder stilllegen.
Um auf unseren Mac-Servern die Speicherbelegung der von den Netzwerknutzern angelegten Backup-Images kontrollieren zu können, muss ich mich immer wieder lokal und noch dazu als Root am Mac-Server anmelden. Als Administrator kriegt man nämlich die Image-Größen im Finder nicht angezeigt und das Programm Server-Admin zeigt lediglich die Gesamtauslastung der TimeMachine-Freigaben an, nicht aber die Größe der einzelnen Images. Kennen Sie eine bequemere Alternative? Wir haben das Benutzerkonto Root einzig für diesen Zweck angelegt und würden es aus Sicherheitsgründen gern wieder stilllegen.
Man kann natürlich dem Administrator ausdrücklich die Leserechte für diese Dateien gewähren. Das hätte nur die Nachteile, dass die Rechte bis auf Widerruf gelten und dass man sie für jedes neue Image zusätzlich eintragen muss. Wenn Sie die erforderlichen Rechte nur vorübergehend einschalten wollen, bietet es sich an, einen Finder mit Root-Rechten zu starten. Dieser zeigt dann auch die Größen von Time-Machine-Images im Ordner „Shared Items, Backups“ an. Man braucht dafür lediglich einen lokalen Shell-Zugriff und Administratorrechte:
sudo /System/Library/CoreServices/Finder.app/Contents/MacOS/Finder
Damit starten Sie eine zweite Finder-Instanz. Anschließend öffnen Sie in diesem zweiten Finder das Volume und den Ordner für die Time-Machine-Backups und lassen „alle Größen berechnen“; diese Option schaltet man über das Menü „Darstellungsoptionen einblenden“ ein. Wenn Sie diese Option für den Time-Machine-Ordner speichern, startet die Berechnung der Speicherplatzbelegung, sobald Sie im neuen Finder das zugehörige Fenster geöffnet haben. Je nach Größe der Images kann der Vorgang einige Zeit dauern. Den Befehl kann man sich auch als Kurzform im ~/.bash_profile anlegen:
alias sufinder='sudo /System/Library/CoreServices/
Finder.app/Contents/MacOS/Finder'
Freilich handelt es sich dabei um ein Provisorium, denn der zweite Finder hat alle üblichen Root-Rechte, kann also auch Programme mit Root-Rechten starten und eben auch beliebige Dateien löschen – also Vorsicht. Zudem sind, solange zwei Finder-Instanzen laufen, alle Laufwerks-Icons auf dem Desktop doppelt vorhanden und auf Desktop-Icons kann man nicht zugreifen, weil sie der ersten Finder-Instanz gehören. Schließt man den zweiten Finder im Terminal mittels Control-C, verschwinden die zusätzlichen Laufwerks-Icons und auch alle in der zweiten Finder-Instanz geöffneten Fenster. Auch fehlt anschließend im Applikationsmenü, das man über die Kombination Apfel-Tab erreicht, das Finder-Symbol. (dz)