Preis fĂĽr Verfahren zur automatischen Software-Modellierung
Ein Doktorand der Saarbrücker Universität bekommt den diesjährigen Denert-Preis für seine Dissertation über "Mining and Checking Object Behavior". Mit der dort beschriebenen Technik lässt sich unter anderem aus Testläufen die Spezifikation eines Programms erstellen.
- Christian Kirsch
Die vom deutschen Unternehmer Ernst Denert gegründete gleichnamige Stiftung hat ihren diesjährigen Preis für die beste Doktorarbeit zu einem IT-Thema an den Saarbrücker Forscher Valentin Dallmeier vergeben. Für seine Arbeit (PDF-Datei) über die Modellierung von Software zur Laufzeit erhält er ein Preisgeld von 5000 Euro. Einen Preis für die beste IT-Diplomarbeit gab es in diesem Jahr anders als in der Vergangenheit nicht.
Dallmeier benutzt das Programm Adabu zur Instrumentierung von Java-Anwendungen, sodass er zur Laufzeit Informationen über die wechselnden Zustände der Java-Objekte erhält. Aus diesen Trace-Daten, die aus den üblichen Testläufen der untersuchten Software stammen, errechnet er einen Zustandsgraphen des Objekts ("object behavior model"). Mit dem Tool Tautoko ermittelt er in diesem Graphen fehlende Zustandsübergänge und erzeugt daraus neue Tests, die bislang fehlende Ausführungspfade abdecken.
Ernst Denert war Gründer und bis 2001 Leiter der Münchener sd&m GmbH, die seit dem komplett zu Capgemini gehört. Er war anschließend bis Ende vergangenen Jahres Vorstandsvorsitzender der Berliner IVU Traffic Technologies AG. 1989 gründete er die Stiftung zur Förderung von Forsche und Lehre in der Informatik, die zurzeit über ein Kapital von 2,3 Millionen Euro verfügt. (ck)