DVD-Nachfolge: Führungswechsel ermöglicht neuen Einigungsversuch

Personalwechsel in den Führungsetagen bei Matsushita (Panasonic), Sony und Toshiba könnten zu einer Neuaufnahme der Verhandlungen über ein gemeinsames HD-Disc-Format führen.

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Personalwechsel in den Führungsetagen bei Matsushita (Panasonic), Sony und Toshiba könnten zu einer Neuaufnahme der Verhandlungen über ein gemeinsames High-Definition-Disc-Format führen, berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun unter Berufung auf interne Quellen. Sonys bisheriger Vorsitzender und CEO Nobuyuki Idei soll auf der für den 22. Juni angesetzen Aktionärsversammlung durch Sir Howard Stringer abgelöst werden; neuer Präsident wird voraussichtlich Ryoji Chubachi. Bei Toshiba soll zwei Tage später der bisherige Präsident Tadashi Okamura den jetzigen Vorsitzenden Taizo Nishimuro ersetzen. Den frei werdenden Posten des Präsidenten soll Atsutoshi Nishida besetzen. Auch bei Panasonic werden Wechsel in der Führungsetage erwartet, die auf der Aktionärsversammlung des Unternehmens am 29. Juni bekanntgegeben werden dürften.

Laut der Zeitung sind die bisherigen Verhandlungen über ein Hybrid-Format aus Blu-ray Disc und HD DVD an endlosen Debatten der Top-Manager gescheitert. In diesen hätten beide Seiten die Überlegenheit des eigenen Formats hervorgehoben -- obwohl die Vertreter der Blu-ray-Fraktion zu diesem Zeitpunkt nicht beweisen konnten, dass sich ihr Disc-Format tatsächlich in der Massenproduktion herstellen lässt. Mittlerweile könnten Sony und Panasonic jedoch Blu-ray Discs präsentieren, die bereits in Matsushitas US-amerikanischer Fabrik hergestellt worden seien. Experten gehen laut der japanischen Wirtschaftzeitung davon aus, dass man sich innerhalb von zwei Monaten auf ein gemeinsames Format einigen müsse, um bei der Einführung des DVD-Nachfolgeformats einigermaßen im Zeitplan zu bleiben. (nij)