Aus dem Weg!

Jeder weiß: „Windows wird im Laufe der Zeit immer langsamer“. Doch das stimmt gar nicht: Wenn Windows stottert, liegt es nicht am Alter, sondern an einzelnen Bremsklötzen. Mit zielgerichteten Handgriffen finden Sie sie und räumen sie aus dem Weg.

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Der Wunsch nach einem schnell laufenden Windows ist so alt wie das Betriebssystem selbst. Seit Jahren versprechen Tuning-Programme und -Tipps mitunter bizarre Leistungssteigerungen. Vergessen Sie das: c’t hat schon mehrfach vorgeführt, dass die bestenfalls nichts bringen und schlimmstenfalls Daten ruinieren – also Finger weg [1] . Windows kann nun mal nicht schneller laufen, als es die Hardware zulässt. Dennoch kann man nachhelfen, nämlich immer dann, wenn Windows sein maximales Tempo nicht oder nicht mehr erreicht.

Damit Windows wirklich so schnell läuft, wie die Hardware es zulässt, braucht es passende Treiber und Einstellungen. Der Artikel ab Seite 106 zeigt, was Sie erwarten dürfen und wie Sie es überprüfen. Falls das Netzwerk lahmt, hilft der Artikel ab Seite 110 weiter. Und nicht zuletzt dieser Beitrag widmet sich der Frage, wie man Anwendungen davon abhält, das Betriebssystem auszubremsen – dank neuer bordeigener Werkzeuge gelingt das unter Windows 7 so leicht wie nie zuvor (dem Spezialfall Browser widmet sich wiederum ein Artikel auf S. 136 ).

Mitunter gibt sich Windows so sehr beschäftigt, dass es nicht mehr dazu kommt, auf die Wünsche des Anwenders zu reagieren. Früher galt daher die Binse, dass jedes zusätzlich laufende Programm Windows weiter ausbremst. Doch heutzutage gilt das allenfalls noch für Netbooks und ähnliche Kleinrechner: Moderne PCs mit Mehrkern-Prozessoren und mehreren Gigabyte Arbeitsspeicher bieten so viel Power, dass im Hintergrund laufende Programme nicht mehr ernsthaft stören [2] .

Was sehr wohl stört, ist ein Prozess, der nicht nur im Hintergrund wartet, sondern den PC so sehr auslastet, dass Windows nicht mehr angemessen schnell reagiert. Wenn beispielsweise der Virenscanner oder der Index-Dienst die komplette Festplatte untersucht, dann ist das spürbar. Immerhin werden dabei massenhaft Dateien von der Platte gelesen und geprüft. Programme, die online nach aktuelleren Versionen oder Patches suchen, lassen Windows ebenfalls gern stottern.

Ist unklar, warum Windows sich so beschäftigt zeigt, werfen Sie einen Blick in die Taskleiste, und zwar sowohl auf jene Programme, die dort mit einem eigenen Eintrag vertreten sind, als auch in den Infobereich neben der Uhr: Manche Programme visualisieren dort ihre erhöhte Aktivität durch Blinken oder ähnliche Animationen – beenden Sie dieses Programm versuchsweise (manche Virenscanner wie Avira bieten sogar eine spezielle Option dafür).

Führt das zu keiner Besserung, folgt vor dem Griff zum Analyseprogramm etwas, was so selbstverständlich scheint, dass es gern wieder vergessen wird: Beenden Sie einfach nacheinander alle Programme, die Sie gerade nicht brauchen. Warten Sie nach dem Beenden jeweils etwas, denn manche Programme wie Firefox oder Thunderbird brauchen noch einige Sekunden zum Sichern von Daten auf der Festplatte. Im Idealfall erwischen Sie so das bremsende Programm dabei und alles läuft wieder flott.

Falls nicht, ging es früher mit dem Taskmanager weiter, der Prozesse im gleichnamigen Reiter nach CPU-Auslastung sortieren kann, doch seit Vista bringt Windows etwas Besseres mit: Die „Ressourcen- und Leistungsüberwachung“, kurz Ressourcenmonitor genannt. Für Windows 7 hat Microsoft dieses Werkzeug nochmal stark erweitert.

Den vollständigen Artikel finden Sie in c't 22/2010.

Mehr Infos

Windows ungebremst

Artikel zum Thema "Windows ungebremst" finden Sie in c't 22/2010:

  • Windows zu vollem Tempo verhelfen - Seite 100
  • Hardware mit Windows-Bordmitteln checken - Seite 106
  • Engpässe im Netzwerk finden und aufweiten - Seite 110

(axv)