Sage-CRM ist ein Info-Portal
Das Softwarehaus Sage hat ein Serverpaket vorgestellt, mit dem eine Firma ĂĽbers Web alle Belange der Kundenbetreuung im Griff halten kann.
Das Softwarehaus Sage (Halle 5, Stand A16) hat ein Serverpaket vorgestellt, mit dem eine Firma übers Web alle Belange der Kundenbetreuung im Griff halten kann. Das Paket, das auf einem Windows-XP-Rechner mit Microsofts Internet Information Server zusammenarbeitet, stellt unter den Fittichen einer eigenen Benutzerverwaltung ein Informationsportal ins Web, das für jeden Benutzer individuell konfigurierbare Portlets über aktuelle Auftragszahlen, Rückmeldungen zu Werbekampagnen oder anstehende Arbeitsschritte präsentiert. Firmenspezifische Daten bezieht das System aus einer SQL-Datenbank beliebigen Fabrikats, es vermag aber auch andere Inhalte, etwa aus externen Webseiten oder weiteren Datenbanken, in die Portalseite eines Benutzers einzubinden.
Typischerweise zeigen die einzelnen Frames des so genannten CRM-Cockpit grafisch aufbereitete Statistiken etwa über die aktuellen Vertriebszahlen; angezeigte Details lassen sich per Mausklick unmittelbar auf eigenen Anzeigeseiten vertiefen. Der Benutzer hat die Wahl zwischen vordefinierten Berichtsformaten oder selbst deklarierten Informationszusammenstellungen, die sich – obwohl es sich dabei um SQL-Anfragen an die dahinterliegende Datenbank handelt – mausgesteuert über Auswahllisten und Scroll-Boxen definieren lassen. Darüber hinaus betätigt sich das CRM-System als Workflow-Manager, indem es beim Anlegen neuer Datensätze für Kunden oder Produktanfragen anbietet, vorbestimmte Arbeitsschritte anzustoßen. Diese landen dann in der eigenen To-Do-Liste oder der eines zuständigen Kollegen, die in der Regel auf dessen Portalseite sichtbar ist. Per Maussteuerung lassen sich auch neue Arbeitsabläufe definieren.
Sage offeriert das Paket, das mit der hauseigenen, aber auch mit anderweitiger Buchhaltungssoftware zusammenspielen soll, zunächst für etwa 700 Euro pro Benutzer. Für Mitte des Jahres stellt der Hersteller dessen Dienste aber auch über eine ASP-Lösung (per Application Service Provider) in Aussicht; Preise gemäß diesem Geschäftsmodell stehen offenbar noch nicht fest, könnten sich aber mit 50 bis 70 Euro je Benutzer und Monat in ähnlichen Bereichen wie bei SAP, Siebel oder Salesforce ergeben. (hps)