Debitel schließt Partnerschaft mit Opera
Der Mobilfunker will künftig eine Reihe von Endgeräten mit vorinstalliertem Opera-Mobile- oder Mini-Browser anbieten.
Der Mobilfunk-Serviceprovider Debitel (CeBIT-Pavillon 11) und der norwegische Browserspezialist Opera haben heute in Hannover eine langfristige Zusammenarbeit angekündigt. Demnach will Debitel eine Reihe von Endgeräten mit vorinstallierten Opera-Browsern anbieten, die den Vorgaben des Mobilfunkanbieters angepasst sind und bereits Links zu Debitel-Partnerseiten und eine Internet-Suchleiste enthalten. Angaben zu den angebotenen Handy-Modellen, Konditionen oder Verfügbarkeitsdaten waren bislang bei Debitel nicht zu erhalten.
Abhängig vom Gerätetyp kommt ein vollständiger Browser wie Opera Mobile 8 zum Einsatz, der zum Beispiel auf neuen Handy-Modellen wie dem UMTS-Smartphone P990i von Sony Ericsson werksseitig installiert ist. Weniger anspruchsvolle Mobiltelefone werden mit Opera Mini ausgestattet. Diese J2ME-Applikation auf dem Handy zeigt Webinhalte im Zusammenspiel mit einem Opera-Server an, der die Seiten für die Darstellung auf kleineren Displays rendert. Dieses Angebot wollen die Norweger in "customized" Varianten im Zusammenspiel mit Mobilfunkanbietern vermarkten. Ebenfalls auf der CeBIT hatte T-Mobile für sein mobiles Surfangebot web'n'walk ab März mittelpreisige Handys mit der – magenta vorgefärbten – Opera-Mini-Applikation anzubieten, nämlich das Sony Ericsson K608i, Motorola V3 und V3i sowie das Nokia 6280.
Noch Zukunftsmusik ist dagegen die gemeinsame Ankündigung von Debitel und Opera, Widgets künftig auch für Smartphones zu bieten. Diese kleinen Ajax-Programme, die auch für den Desktop-Browser Opera 9 vorgesehen sind, können zum Beispiel als Währungsrechner oder Busfahrplan von Nutzen sein. Während die Mobilfunkanbieter noch hoffen müssen, dass ihre Kunden dank komfortabler Browserlösungen fürs Handy für steigende Datenumsätze sorgen, zog der Kurs der Opera-Aktie dank der Ankündigungen auf der CeBIT bereits kräftig an. (ssu)