AT&T durch Abschreibungen mit Milliardenminus
Die größte US-amerikanische Telefongesellschaft musste im vergangenen Quartal 7,1 Milliarden US-Dollar in roten Zahlen schreiben. Beim Umsatz blieb das Unternehmen über den Erwartungen.
Die größte US-amerikanische Telefongesellschaft AT&T hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 7,6 Milliarden US-Dollar umgesetzt und damit knapp 12 Prozent weniger als im Vergleichsquartal 2003. Davon entfallen 5,6 Milliarden auf das Geschäft mit Unternehmen und 2 Milliarden US-Dollar auf den Endkundenbereich. Der Umsatzschwund sei vor allem auf den Preiskampf im Markt für Ferngespräche bei Firmenkunden zurückzuführen. Marktbeobachter waren allerdings von noch weniger Umsatz ausgegangen.
Der Nettoverlust von 7,1 Milliarden US-Dollar war nach den Ankündigungen der vergangenen Tage nicht überraschend. So will das Unternehmen insgesamt 12.000 Stellen streichen, was entsprechende Restrukturierungsbelastungen bedeutet; hinzu kommen unter anderem Berichtigungen von Vermögenswerten, was sich in gewaltigen Sonderposten von insgesamt 12,5 Milliarden US-Dollar in den Bilanzen niederschlägt. Ohne diese Sonderbelastungen hätte der Nettogewinn im vergangenen Quartal 593 Millionen US-Dollar betragen, gegenüber 141 Millionen US-Dollar vor einem Jahr.
AT&T-Chef David W. Dorman sieht in dem Geschäftsverlauf des vergangenen Quartals Fortschritte bei der Umgestaltung der Kostenstruktur und hin zu einem neuen Geschäftsmodell. Im Sommer war bereits durchgedrungen, dass sich das Unternehmen langsam aus dem klassischen Telefongeschäft zurückziehen will. (anw)