EDS-Beratungssparte A.T. Kearney steht zum Verkauf

Die Consulting-Sparte A.T. Kearney des IT-Dienstleisters EDS soll jetzt endgĂĽltig verkauft werden. Ein Management-Buy-Out steht laut EDS jedoch nicht an.

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Von
  • Mattias Hermannstorfer

Nachdem die Beratungs-Strategen von A.T. Kearney schon im Februar den Wunsch nach einer Trennung äußerten, will nun auch IT-Dienstleister und Outsourcing-Spezialist Electronic Data Systems seine verlustbringende Consulting-Sparte definitiv loswerden. Nach Firmenangaben strebt EDS keine Übernahme durch das Management von A.T. Kearney an, die Verhandlungen würden mit Dritten geführt.

A.T. Kearney hinkt der Konkurrenz von Accenture oder IBM Global Serices immer weiter hinterher. Während das Beratungsgeschäft 2001 mit Quartals-Umsätzen von durchschnittlich 400 Millionen US-Dollar noch blendend lief, ging der Umsatz seither stark zurück und erreichte im ersten Quartal 2005 mit 204 Millionen US-Dollar noch knapp die Hälfte der einstigen Werte. Der operative Verlust betrug zuletzt 11 Millionen US-Dollar. Nach der Übernahme 1995 verlor A.T. Kearning seit 2003 durch die verstärkte Einflussnahme von EDS auf die auf Unabhängigkeit bedachten Berater viel Renommee, was sich letztlich in den schwachen Geschäftsergebnissen niederschlug. (mhe)