US-Institut startet Projekt für Nanotechnologie-Entwicklung

Das Foresight Nanotech Institute hat zusammen mit anderen Institutionen ein Projekt gestartet, um die Erforschung der Nanotechnologie, ihrer Anwendung und kommerziellen Nutzung zu koordinieren.

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Das US-amerikanische Foresight Nanotech Institute, nach eigenen Angaben der "führende Nanotechnologie-Think-Tank", hat zusammen mit dem Battelle-Institut eine "Technology Roadmap" für die Forschung und Entwicklung der Anwendung von Nanotechnologie initiiert. Die Waitt Family Foundation hat dazu 250.000 US-Dollar beigesteuert. Das Projekt, das von einer Reihe Workshops begleitet werden soll, hat zum Zweck, die Beiträge privater Firmen, von Behörden, Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Institutionen zu koordinieren. Der erste Workshop soll im Spätsommer stattfinden, die Roadmap Ende kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Die Roadmap soll einen Rahmen für die Erforschung der Entwicklung und der Einsatzmöglichkeiten von Nanotechnologie bieten und als Grundlage dienen, um die Anforderungen für die Anwendung und kommerzielle Verwertung der Nano-Produkte zu formulieren. An dem Projekt sind neben den genannten Organisation beispielsweise die NanoBusiness Alliance und das Nano Science Technology Institute beteiligt.

Das Foresight Institute gilt als die erste Organisation, die die Chancen und Risiken von Nanotechnologie untersuchte. Dem Mitbegründer Kim Eric Drexler wird die Schaffung des Begriffs Nanotechnologie zugeschrieben. Er warnte auch bereits 1986 vor der Gefahr des "grauen Schleims" ("grey goo"), der durch die unkontrollierte Selbstreplikation von Nano-Robotern entstehen könne, versucht aber mittlerweile Kritiker der Technik und die besorgte Öffentlichkeit zu beruhigen. (anw)