Motorola setzt auf Handys mit Bluetooth
Motorola hat die drei Klapp-Handys E 550, V550 und V620 vorgestellt, die alle mit der Funkschnittstelle Bluetooth ausgestattet sind.
Der US-amerikanische Hersteller Motorola hat drei Klapp-Handys vorgestellt, die alle mit der Funkschnittstelle Bluetooth ausgestattet sind. Das Modell E550 gibt es exklusiv bei T-Mobile und wurde schon vom Netzbetreiber zusammen mit anderen Handys vorgestellt, die noch dieses Jahr auf den Markt kommen sollen. Ein weiteres Exklusiv-Handy, das V550, will Vodafone in KĂĽrze anbieten. Das V620 soll die Nachfolge des ersten Quadband-Handys V600 antreten.
Die neu vorgestellten Geräte besitzen alle Quadbandtechnik, sie funken also sowohl in GSM-Netzen mit 900 und 1800 MHz, wie sie in Europa üblich sind, als auch in amerikanischen 850 und 1900-MHz-Netzen. Die Auflösung der Hauptdisplays beträgt 176 × 220 Pixel bei 16 Bit Farbtiefe, nur das V620 zeigt Farben mit 18-Bit-Auflösung an. Kleine Zweitdisplays auf den Klappdeckeln informieren bei geschlossenen Handys etwa über Uhrzeit und eingehende Anrufe. Allen Modellen gemein sind auch die eingebauten VGA-Kameras, die Fähigkeit, MP3s als Klingeltöne einzusetzen, sowie eine Freisprechfunktion.
Selbst bei der Software-Ausstattung gibt es wenig Unterschiede: Alle versenden Texte, Bilder und Sounds als MMS-Nachrichten oder per E-Mail. Die integrierten Clients fragen sowohl POP3- als auch IMAP4-Server ab. Für Multimedia- und Organizerdaten stehen rund fünf Megabyte Speicher zur Verfügung. Ein Java-MIDP2.0-Interpreter und ein WAP-2.0-Browser gehören mittlerweile zur Standardausrüstung aktueller Mittelklasse-Handys. Kontakt zu PCs nehmen die Motorola-Modelle über ein USB-Kabel oder drahtlos via Bluetooth auf, eine Infrarot-Schnittstelle hat sich der Hersteller dagegen gespart. Zum WAPpen und beim Einsatz als Funkmodem nutzen die Handys GPRS der Multislot-Klasse 10, empfangen also bis zu 53,6 kBit/s oder senden maximal 26,8 kBit/s. Die maximalen Sprechzeiten gibt Motorola mit guten 7,5 Stunden an, die Bereitschaftszeiten sollen zwischen 250 und 260 Stunden liegen.
Das E550 kostet ohne Vertrag 300 Euro, das V550 soll für 400 Euro zu haben sein. Mit Zweijahresvertrag verlangen die Mobilfunkanbieter für die Handys jeweils rund 50 Euro. Der Preis für das V620 steht noch nicht fest. Dass Motorola gleich drei Modelle anbietet, die sich abgesehen von der Gehäusefarbe und der höheren Farbauflösung des V620 kaum unterscheiden, dürfte hauptsächlich an dem Wunsch der Netzbetreiber nach eigenen Modellen liegen. Kunden, die sich einen Überblick über den Handymarkt verschaffen wollen, haben es dafür um so schwerer, ein geeignetes Modell aus der Fülle der Angebote auszuwählen. (rop)