Oracle-Kunden missfallen Konditionen für virtualisierte Datenbanken
In einer Umfrage der "Deutschen Oracle Anwendergruppe" (DOAG) äußern sich fast 90 Prozent der Teilnehmer unzufrieden über die Lizenzierung der Oracle-Datenbank auf virtuellen Maschinen. Drei Viertel schließen deshalb einen Wechsel des Anbieters nicht aus.
- Christian Kirsch
420 Oracle-Kunden beteiligten sich an einer DOAG-Umfrage (PDF-Datei) zum Thema "Oracle-Datenbank auf virtuellen Maschinen". Eine überwältigende Mehrheit von ihnen nutzt VMWare und äußert sich unzufrieden über Oracles aktuelle Lizenzregelungen.
Diese Bestimmungen verlangen eine Datenbanklizenz für alle Prozessoren des Servers beziehungsweise eines Serververbunds, wenn eine nicht von Oracle stammende Virtualisierung genutzt wird. Wer das hauseigene Produkt verwendet, muss nur Lizenzen für die CPUs oder Cores zahlen, die der Datenbank zugewiesen sind.
Knapp 80 Prozent der Befragten verwenden VMWare zur Virtualisierung, 90 Prozent sind mit den Lizenzbestimmungen unzufrieden. Nahezu drei Viertel könnten sich vorstellen, wegen der aktuellen Lizenzbestimmungen die Datenbank eines anderen Herstellers in einer virtuellen Umgebung zu betreiben. Nach Auffassung der DOAG sind die Lizenzbedingungen von Konkurrenzprodukten wie DB2 (IBM), SQL Server (Microsoft) und Sybase (SAP) attraktiver, da bei ihnen Kosten nur für die tatsächlich von der Datenbank genutzten Cores anfallen. (ck)