Tarantinos Popcorn-Feminismus: Kill Bill in 4K im Heimkinotest

14 Jahre vor #metoo schickte Tarantino seine Muse Uma Thurman auf einen spektakulären Rachefeldzug. Sorgt die neue 4K-Restauration für mehr Durchblick?

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(Bild: Miramax)

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Quentin Tarantinos Doppelfilm Kill Bill ist dieser Tage wieder in aller Munde. Zum einen startet in den USA eine Road-Show, die beide Teile des rund vierstündigen Rache-Epos als "The Whole Bloody Affair" in einem Stück zeigt. Zum anderen veröffentlichte Tarantino just ein "verlorenes Kapitel" als Animationsfilm "Yuki's Revenge" für Fortnite.

Filme im c’t-Heimkinotest
Film-Rezensionen

Ob Blockbuster oder Klassiker: Jenseits der Streaming-Dienste blüht das Geschäft mit hochwertigen Film-Restaurationen, die in 4K auf UHD Blu-rays veröffentlicht werden. Woche für Woche testen wir die interessantesten Discs, decken Hintergründe zur Produktion und inhaltliche Besonderheiten auf und vergleichen die Bild- und Tonqualität der Discs und Streams.

In Deutschland hinkt man etwas hinterher. Dort stehen für den 18. Dezember die neuen 4K-Restaurationen auf Ultra HD Blu-ray (UHD) von Kill Bill Volume 1 von 2003 und Volume 2 von 2004 an, die in den USA bereits im Januar veröffentlicht wurden. Tarantino stand der 4K-Restaurationswelle anfangs aufgrund der schlechten Bildqualität skeptisch gegenüber, sodass seine Filme erst nach und nach generalüberholt erscheinen (neben Kill Bill nun auch Jacky Brown). Deshalb werfen wir einen genauen Blick auf die UHD und vergleichen sie mit der Blu-ray Disc und dem Stream, ob sie cineastischen Ansprüchen gerecht werden. Für unseren detaillierten Test nutzen wir die UK-Veröffentlichung von Lionsgate, die mutmaßlich die identische technische Basis der deutschen Discs nutzt.

Die Braut liegt am Anfang in ihrem Blut. Wie konnte es dazu kommen? Mit seinem Exposé errichtet Tarantino einen Spannungsbogen, der über beide Filme vier Stunden lang trägt.

(Bild: Miramax)

Bevor wir die Technik genauer beleuchten, gehen wir auf die Geschichte und ihre popkulturelle und gesellschaftliche Wirkung ein. Denn Kill Bill ist nicht einfach nur ein Rache-Epos, sondern eng verknüpft mit Fragen, wie Frauen auf der Leinwand dargestellt werden, welche Rollen sie einnehmen, ob es in Kill Bill um einen Rachefeldzug gegen alte weiße Männer geht und wie die generelle Diskussion um Gewaltdarstellungen damit zusammenhängt.

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