Studie: Bereitschaft, für digitale Güter zu zahlen, nimmt zu
Insbesondere Online-Musikdienste haben sich laut einer Studie des Instituts für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung an der Universität Karlsruhe inzwischen durchgesetzt.
Die Bereitschaft deutscher Internet-Nutzer, für über das Web bezogene digitale Waren und Dienstleistungen zu zahlen, nimmt laut einer Studie des Instituts für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung an der Universität Karlsruhe weiter zu. Durchgesetzt hätten sich insbesondere Online-Musikdienste, halten die Wissenschaftler in ihrem Bericht zur achten Online-Umfrage "Internet-Zahlungssysteme aus Sicht der Verbraucher" fest: Jeder zweite der insgesamt 15.342 Studienteilnehmer habe angegeben, im vergangenen Jahr Musik digital erworben zu haben – nahezu eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr.
Aus dem Netz heruntergeladen werde aber weiterhin in erster Linie Software (70 Prozent). Verdoppelt hat sich der Bereich Glücksspiele und Wetten: Rund 17 Prozent der Befragten gaben an, über das Internet an entsprechenden Angeboten teilgenommen zu haben. Relativ unbedeutend blieben hingegen die Bereiche Erotik (6,4 Prozent), Kontaktanzeigen (4,3 Prozent) oder auch Kontaktbörsen (4,2 Prozent). Rund 97 Prozent der Teilnehmer gaben an, bereits materielle Güter online gekauft zu haben, digitale Güter wurden von 65 Prozent der Befragten erworben. Mehr als 90 Prozent der Güter und Dienstleistungen wurden dabei aus dem Inland bezogen.
Online-Banking wird laut Studie von 77 Prozent der Befragten genutzt, was in etwa dem Vorjahreswert entspricht. Die Teilnahme an Online-Auktionen war mit 46 Prozent hingegen leicht rückläufig (minus 2 Prozentpunkte). Bei der Bezahlung digitaler Güter nutzten die Studienteilnehmer vor allem die Kreditkarte, während bei materiellen Gütern am häufigsten bankbasierte Verfahren (Überweisung und Lastschrift) zum Einsatz kamen. Negative Erfahrungen beim Einkaufen im Internet machten 26 Prozent der Teilnehmer. Über Problem beim reinen Bezahlvorgang klagten allerdings nur 8 Prozent. Rundum sicher beim Online-Einkauf fühlten sich lediglich 61 Prozent der Teilnehmer. (pmz)