Netzwerkfreigaben checken: Sensible Daten in offenen Windows-Fileshares
Häufig finden sich Passwörter und geheime Dokumente in offen zugänglichen Fileshares. PowerHuntShares durchsucht die Shares und wirft eine HTML-Übersicht aus.
(Bild: Vanessa Bahr / KI / heise medien)
- Paul Blenderman
Der Trend mag in die Cloud und zu Plattformen wie SharePoint oder Confluence gehen, die meisten Organisationen nutzen aber für viele Zwecke immer noch klassisch Fileserver. Jeder Windows-Server, sogar jeder Windows-Client hat diese Funktion mittels SMB-Protokoll bereits an Bord. Administratoren und Entwickler nutzen häufig Freigaben auf Windows-Servern, um manuell oder automatisiert Dateien zwischen Serveranwendungen auszutauschen.
Anwender mit Administratorrechten richten sich auf ihren Clients Shares ein, um Daten mit anderen Clients zu teilen. Nicht zuletzt ist die offene SYSVOL-Freigabe auf den Domänencontrollern eine essenzielle Komponente der nach wie vor sehr beliebten Gruppenrichtlinien. Sämtliche Richtlinien sind gespeichert in einer Ordnerstruktur mit einer Vielzahl von meist allgemein lesbaren Dateien.
- Das frei verfügbare PowerShell-Modul PowerHuntShares durchsucht die Shares einer Domäne nach zu großzügigen Berechtigungen.
- Innerhalb dieser Shares entdeckt es ungeschützte Passwörter, andere Secrets und vermutlich vertrauliche Dokumente.
- Parallelisierung ermöglicht den Einsatz in großen Umgebungen.
- FĂĽr das im Original auf englischsprachige Systeme abgestimmte Tool gibt es einen Fork mit internationalisierten Anpassungen auf GitHub.
Viele Schwachstellen, die bei Penetrationstests – oder, wenn es schlecht läuft, durch Angreifer – entdeckt werden, sind weniger technischer als organisatorischer Natur: beispielsweise Passwörter in Klartextdateien, private Schlüssel in PKCS#12-Dateien mit schwachen Passwörtern oder auch einfach vertrauliche Dokumente, die Anwender mit zu großzügigen Berechtigungen in SharePoint oder Fileserver-Freigaben ablegen. Manchmal richten Nutzer Freigaben nur für bestimmte Aufgaben kurzfristig ein, vergessen aber, sie anschließend wieder zu entfernen.
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