Frauen sind in der US-IT-Branche weiterhin unterrepräsentiert

Der Anteil von Frauen im IT-Arbeitsmarkt der USA ist gegenĂĽber 1996 von 41 Prozent auf 32,4 Prozent im Jahr 2004 zurĂĽckgegangen.

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"Frauen und die meisten rassischen Minderheiten sind unter den in der IT-Branche Beschäftigten weiterhin unterrepräsentiert." Zu diesem Ergebnis ist die Information Technology Association of America (ITAA) nach Auswertung von Zahlen des Bureau of Labor Statistics für das Jahr 2004 im Vergleich zu früheren Statistiken gekommen (PDF).

So sei der Anteil der Frauen von 41 Prozent im Jahr 1996 auf 32,4 Prozent im Jahr 2004 zurückgegangen; dies auch deshalb, da ein Drittel von ihnen "administrativen Jobs" hatten, deren Anteil insgesamt in den vergangenen Jahren zurückgegangen sei. Diese Arbeitsstellen herausgenommen betrage der Anteil der Frauen 24,9 Prozent. Das sei noch weniger als die schon relativ geringen 25,4 Prozent im Jahr 2002, heißt es in der Mitteilung der ITAA. Die Commission on Professionals in Science and Technology (CPST) hatte voriges Jahr unter anderen statistischen Voraussetzungen ähnliche Ergebnisse errechnet.

Arbeitslose weibliche IT-Fachkräfte haben geringere Chancen als Männer, wieder beschäftigt zu werden: In den Jahren 2003 und 2004 sei die Zahl arbeitsloser männlicher IT-Fachkräfte um 34,4 Prozent auf 124.000 zurückgegangen, im gleichen Zeitraum der der weiblichen aber nur um 5,15 Prozent auf 92.000.

Hispano-Amerikaner waren 2004 zu 6,4 Prozent im IT-Arbeitsmarkt vertreten gegenüber 12,9 Prozent auf dem gesamten Arbeitsmarkt. Die Disparität betrug hier also rund 50 Prozent. Afro-Amerikaner hatten voriges Jahr einen Anteil von 8,3 Prozent am IT-Arbeitsmarkt gegenüber 10,7 Prozent auf dem gesamten Job-Sektor, was ein Missverhältnis von 22 Prozent ergibt. Bei US-Amerikanern europäischer Abstammung betrug die Disparität knapp 7 Prozent, während asiatische US-Amerikaner zu 200 Prozent am IT-Arbeitsmarkt überrepräsentiert waren. (anw)