Wie man mit Quantenphysik Trackingdaten von NBA-Spielern analysiert
Quantenphysik hilft Basketballspielern, ihre Strategie zu optimieren und bessere Positionen auf dem Feld zu finden.
(Bild: Ulrike Weis / KI / heise medien)
- Henri Wagner
Ein Angriff des NBA-Teams der Golden State Warriors: Stephen Curry, der wohl beste Werfer der Basketball-Geschichte, läuft ohne Ball in Richtung Korb und dreht auf die dem Ball entgegengesetzte Seite ab. Die Verteidigung folgt ihm, ein Teamkamerad zieht in der dadurch geöffneten Lücke zum Korb und schließt für zwei Punkte ab. In den Statistiken wird diese Situation bisher nicht bei Curry auftauchen, doch scheinen solche Statistiken nicht alles zu erzählen.
Forscher des Max-Planck-Instituts in Rostock und der Cornell University in Ithaka (USA) haben eine neue Metrik entwickelt, die auch diesen passiven Einfluss von Stephen Curry messbar macht und zudem Spielerpositionen verbessern kann. DafĂĽr nutzen sie zentimetergenaue Trackingdaten von NBA-Spielen sowie einen theoretischen Ansatz, der direkt aus der Quantenphysik kommt.
In einem Quantensystem mit vielen Elektronen ist es nämlich im Allgemeinen nicht möglich, eine Gleichung zu lösen, um die Bewegung aller einzelnen Elektronen aufzuschlüsseln und zu jedem Zeitpunkt vorherzusagen – vergleichbar mit den Spielern eines Basketballspiels. Für sogenannte Vielteilchensysteme schaut man daher nicht mehr auf jedes einzelne Teilchen, sondern auf die Bewegung des Ganzen. So kann man über eine Dichtefunktion abschätzen, wo Elektronen sich im Schnitt mehr konzentrieren.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels "Wie man mit Quantenphysik Trackingdaten von NBA-Spielern analysiert". Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.