Telekom belegt 7. Platz in Newsweek-Umweltrangliste
Das US-Nachrichtenmagazin hat erstmals eine nach Umweltfreundlichkeit sortierte Rangliste der einhundert größten Unternehmen weltweit aufgestellt. Die Telekom kam als einziges deutsches Unternehmen unter die Top 10.
Die Deutsche Telekom hat in einer vom US-Nachrichtenmagazin Newsweek nach Umweltfreundlichkeit erstellten Rangliste der einhundert größten Unternehmen den siebten Platz erreicht. Unter den IT-Firmen allein rangiert das deutsche Unternehmen hinter IBM, HP und Sony, die insgesamt Platz eins, zwei und vier belegen. Auf den Plätzen fünf und sechs der Gesamtliste stehen die Pharma-Riesen GlaxoSmithKline und Novartis. Panasonic, HSBC Holdings und Toshiba komplettieren die Top Ten. Vodafone folgt auf Platz 11.
Die Rangfolge ergibt sich aus öffentlich zugänglichen Daten, aus denen die Einwirkung auf die Umwelt (Environmental Impact) beispielsweise durch Ausstoß von Treibhausgasen und den Wasserverbrauch in der Produktion hervorgeht, aus den selbst auferlegten Grundsätzen der Unternehmen (Green Policies) und dem Ruf der Unternehmen, den die Marktforscher von CorporateRegister.com in einer Online-Umfrage unter knapp 15.000 Teilnehmern erfragten. Die dabei gewonnenen Werte wurden standardisiert; IBM kommt dabei als Ranglistenerster auf einen "Green Score" von 100, Schlusslicht Rio Tinto auf 1.
Die Liste der "Global 100" hat Newsweek dieses Jahr zum ersten Mal aufgestellt, während sie zum zweiten Mal die 500 größten US-Unternehmen nach Umweltfreundlichkeit sortiert hat. Diese Tabelle führt nun der Computerhersteller Dell an. Beide Listen berücksichtigen jeweils die nach Marktwert, Jahresumsatz und Zahl der Mitarbeiter größten Unternehmen. Dazu zählen in der "Weltrangliste" als IT-Unternehmen auch NTT (Platz 14), Microsoft (23), France Telecom (25), China Mobile (35), Verizon (45), Telefónica (46), Samsung Electronics (54) und AT&T (57). Der Internetdienstleister Google kommt in der US-Rangliste auf Platz 36, er steht damit 27 Plätze hinter Konkurrent Yahoo.
Dell wird von Newsweek dafür gelobt, seine Emissionen bis zum Jahr 2015 um 40 Prozent reduzieren zu wollen. Das Unternehmen sei auf dem besten Weg, das Ziel zu erreichen. Doch nicht nur in der Produktion schone der IT-Konzern zunehmend die Umwelt, auch seine Produkte wie Notebooks trügen ihren Teil zum Umweltschutz bei, indem sie zum Beispiel weniger Strom als vergleichbare Systeme vor fünf Jahren verbrauchten. IBM sei Vorreiter beim Umweltschutz und habe allein zwischen 1990 und 2000 seinen Energieverbrauch um 5,1 Milliarden kWh gesenkt. Produkte des Unternehmens trügen dazu bei, dass andere ihren Stromverbrauch senken können. HP habe 2008 als erstes großes IT-Unternehmen damit angefangen, den Treibhausgasausstoß seiner gesamten Lieferkette zu dokumentieren. (anw)