IBM kauft Spezialisten für Anwendungs-Loadbalancing

Meiosys bietet unter anderem Lösungen für Server, um Cluster und Ausfallsicherheit zu realisieren und unterbrechungsfreie Anwendungs-Relokation zu ermöglichen.

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Von
  • Jürgen Kuri

Meiosys, Spezialist für Servervirtualisierung und Anwendungs-Loadbalancing, geht in den Besitz von IBM über. Die Firma bietet unter anderem Lösungen für Server, um Cluster und Ausfallsicherheit zu realisieren. Die Firma hebt bei ihren Angeboten die Fähigkeiten zur Anwendungs-Relokation hervor: Laufende Programme und Anwendungen lassen sich ohne Unterbrechung des Betriebs zwischen den Maschinen eines Clusters oder Serverparks hin- und herschieben. Zum einen soll damit ein Loadbalancing für Anwendungen möglich werden, wenn die komplette Applikation je nach Last auch auf weiteren Servern bereitgestellt wird. Zum anderen kann Ausfallsicherheit auf Anwendungsebene realisiert werden. Dazu gehört auch eine Restart-Fähigkeit für Anwendungen, die lang laufende Batch-Prozesse an definierten Punkten neu aufsetzen kann.

IBM erklärte, man werde mit den Meiosys-Produkten sein Portfolio an Server-Lösungen für Unix und Linux ausbauen. Die Software soll in die IBM-Angebote integriert werden, erste Offerten von IBM soll es noch im zweiten Halbjahr 2005 geben. Der Computerkonzern sieht in der Meiosys-Technik eine Unterstützung für seine Versuche, On-Demand-Computing -- Computerleistung als Dienstleistung je nach aktuellem Bedarf -- populär zu machen. Finanzielle Details zur Übernahme der Firma, die sich bislang in Privatbesitz befand und zu ihren Investoren unter anderem Cisco und einige Risikokapitalfirmen zählte, gab IBM nicht bekannt. (jk)